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KW 25: Das sind die wichtigsten Wirtschafts-Nachrichten aus der Region rund um Nürnberg

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

in diesem Bürobesuch.de-Newsletter fassen wir Ihnen einmal pro Woche die wichtigsten Wirtschafts-Nachrichten aus der Region rund um Nürnberg zusammen.

Die Themen:

  • Wicklein übernimmt Oblatenhersteller Wetzel
  • Geis Gruppe schafft CIO-Position
  • page one erhält VOI-CERT-Zertifikat für scannerbox.
  • Aus für Kulturidee: Veranstalter der „Lange Nacht der Wissenschaften“ stellt Betrieb ein
  • Die Bayerische steigt bei S&P Commercial Development ein
  • Ranovus erweitert Standort im Nürnberger Nordostpark
  • Helmsauer Gruppe tritt künftig als SE Gruppe auf
  • Freistaat unterstützt Metropolregion Nürnberg mit 350.000 Euro
  • Connexta übernimmt Premier Experts aus der Metropolregion
  • KSW Perspektiven beleuchten Kapitalmärkte und Zukunftsthemen

Wicklein übernimmt Oblatenhersteller Wetzel

Der Nürnberger Lebkuchenhersteller Wicklein hat den Produzenten Wetzel Karlsbader Oblaten übernommen. Der Kauf wurde zum 1. Juni wirksam. Nach Unternehmensangaben soll damit der Standort Dillingen mit rund 50 Arbeitsplätzen langfristig gesichert werden. Wetzel bleibt als eigenständiges Unternehmen mit eigener Backstube bestehen. Für Wicklein bedeutet die Übernahme zugleich eine Erweiterung des Sortiments um Ganzjahresprodukte.

Künftig sollen die Karlsbader Oblaten über das Vertriebsnetz von Wicklein stärker im bundesweiten Lebensmitteleinzelhandel vertreten sein. Das Unternehmen sieht in der Traditionsmarke eine passende Ergänzung seines Portfolios. Wetzel wiederum soll von der Erfahrung des Nürnberger Gebäckherstellers in Marketing und Vertrieb profitieren. Laut lebensmittelpraxis.de begrüßte die bisherige Eigentümerfamilie den Verkauf. Wicklein ist nach eigenen Angaben Marktführer für Weihnachtsgebäck in Süddeutschland, während Wetzel als einziger Hersteller von Karlsbader Oblaten in Deutschland gilt.


Geis Gruppe schafft CIO-Position

Die Geis Gruppe mit Stammsitz in Bad Neustadt stärkt ihre IT-Organisation und schafft erstmals die Position eines Chief Information Officer (CIO). Zum 1. Januar 2027 übernimmt Thomas Pentza die gruppenweite Verantwortung für die IT und wird zugleich Geschäftsführer IT der Hans Geis GmbH + Co KG. Bereits ab Juli 2026 gehört er dem Geis Executive Board an. Künftig verantwortet Pentza die IT-Einheiten in Deutschland, Zentral- und Osteuropa sowie bei Quehenberger Logistics. Ziel ist es, die Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmensgruppe auszubauen und die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz voranzutreiben. 

Mit der neuen Struktur will Geis IT-Kompetenzen stärker bündeln, einheitliche Standards schaffen und Synergien innerhalb der internationalen Unternehmensgruppe besser nutzen. Pentza leitet bereits seit Oktober 2023 die IT in Deutschland und wird nun aus den eigenen Reihen in die neu geschaffene Position berufen. Die geschäftsführenden Gesellschafter Hans-Wolfgang Geis und Jochen Geis sehen in der neuen CIO-Funktion einen wichtigen Schritt für die weitere Integration und Zukunftsfähigkeit des Logistikdienstleisters. Laut der Geis Gruppe unterstreicht die Entscheidung die wachsende Bedeutung der IT als Treiber für Innovation, Effizienz und nachhaltigen Unternehmenserfolg. 


page one erhält VOI-CERT-Zertifikat für scannerbox.

Die page one GmbH hat mit ihrer Lösung scannerbox. einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die Hard- und Software wurde offiziell mit dem VOI-CERT „TR-RESISCAN ready Version 1.5“ Zertifikat ausgezeichnet.

Die Auszeichnung unterstreicht insbesondere:

✔️ Höchste Standards in Qualität und Compliance

✔️ Rechtssicherheit bei digitalen Dokumentenprozessen

✔️ Standardisierte und nachvollziehbare Verfahren

✔️ Vertrauen in nachhaltige Digitalisierungslösungen

Die Zertifizierung durch VOI-CERT gilt als wichtiger Qualitätsnachweis im Bereich der digitalen Dokumentenverarbeitung und bestätigt den hohen technologischen und organisatorischen Anspruch der Lösung scannerbox.


Aus für Kulturidee: Veranstalter der „Lange Nacht der Wissenschaften“ stellt Betrieb ein

Die Kulturidee GmbH aus Nürnberg wird ihren Geschäftsbetrieb in der bisherigen Form voraussichtlich zum Ende Oktober 2026 einstellen. Das Unternehmen, das seit 2002 zahlreiche Veranstaltungen in der Metropolregion organisiert hat, begründet den Schritt mit wirtschaftlichen Herausforderungen und den steigenden Anforderungen an die Durchführung seiner Projekte. Besonders die Lange Nacht der Wissenschaften erfordere eine Vorfinanzierung im höheren sechsstelligen Bereich, was für den Betrieb mit aktuell sechs Mitarbeitenden ein nicht mehr vertretbares Risiko darstelle. 

Nach Angaben der Geschäftsführung haben zudem die konjunkturelle Entwicklung und veränderte Finanzierungsmöglichkeiten das Umfeld erschwert. Eine Fortführung der Langen Nacht der Wissenschaften durch die Kulturidee GmbH ist derzeit auch im Falle eines Unternehmensverkaufs nicht vorgesehen. Die beteiligten Hochschulen wollen nun prüfen, ob und in welcher Form das Format künftig weitergeführt werden kann. Laut der Kulturidee GmbH endet damit die Tätigkeit eines Unternehmens, das über viele Jahre Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft in der Region miteinander verbunden hat. 


Die Bayerische steigt bei S&P Commercial Development ein

Der Erlanger Projektentwickler S&P Commercial Development hat mit der Versicherungsgruppe die Bayerische einen neuen Gesellschafter gewonnen. Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung hält die Bayerische künftig rund ein Drittel der Unternehmensanteile, während die übrigen Anteile bei der Sontowski & Partner GmbH und drei Family Offices verbleiben. Die Geschäftsführung bleibt unverändert. Mit dem Einstieg soll die Kapitalbasis gestärkt und die Weiterentwicklung des operativen Geschäfts unterstützt werden. Zudem will die Bayerische ihr Engagement in Immobilieninvestments mit Schwerpunkt auf Wohnraum in wachstumsstarken Regionen ausbauen. 

Künftig will S&P Commercial Development den Fokus noch stärker auf die Bereiche WohnenService Development und ausgewählte Mixed-Use-Projekte legen. Der Projektentwickler ist derzeit unter anderem in Bamberg, Erlangen und Nürnberg aktiv. Nach Unternehmensangaben wurden im Bereich Service Development bereits neun Projekte mit insgesamt mehr als 180.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche realisiert. Laut S&P Commercial Development schafft die Beteiligung der Bayerischen die Grundlage, die Marktposition in Süddeutschland weiter auszubauen und neue Wachstumschancen zu nutzen. 


Ranovus erweitert Standort im Nürnberger Nordostpark

Das kanadische Technologieunternehmen Ranovus baut seinen Standort im Nürnberger Nordostpark aus. Wie der Erlanger Asset- und Property Manager Pegasus Real Estate Partners mitteilte, wurde der bestehende Mietvertrag verlängert und die angemietete Fläche deutlich erweitert. Ranovus, das seit 2015 im Gebäude Nordostpark 7-9 ansässig ist, bezieht zusätzlich neue Büro- und Laborflächen im dritten Obergeschoss. Damit wächst die genutzte Fläche von bisher rund 400 auf knapp 1.000 Quadratmeter. Die neuen Räume werden nach den Anforderungen des Unternehmens umfassend umgebaut.

Ranovus entwickelt optische Hochgeschwindigkeitsverbindungen für KI-Rechenzentren und beschäftigt in Nürnberg derzeit rund 50 Mitarbeitende. Das Unternehmen bezeichnet die Metropolregion Nürnberg als wichtigen Entwicklungsstandort für Zukunftstechnologien und sieht in der Flächenerweiterung einen Schritt zur Unterstützung seines internationalen Wachstums. Nach Angaben von Pegasus bestätigt die Vertragsverlängerung die Attraktivität des Standorts, der durch Modernisierungsmaßnahmen weiterentwickelt wurde. In dem Bürogebäude mit insgesamt rund 5.600 Quadratmetern Mietfläche stehen derzeit noch einzelne Einheiten zur Vermarktung zur Verfügung.


Helmsauer Gruppe tritt künftig als SE Gruppe auf

Die Nürnberger Helmsauer Gruppe wird künftig unter der Marke SE Gruppe auftreten. Wie Geschäftsführer Marco Gerhardt laut Berichten von procontra-online.de erklärte, soll die bisherige Dachmarke Helmsauer Gruppe für die angeschlossenen Maklerunternehmen nicht die Zukunft sein. Das Geschäft als Konsolidierer werde jedoch unverändert fortgeführt. Demnach wurden unter der neuen Marke bereits erste kleinere Maklerbetriebe übernommen. Der Name SE Gruppe orientiert sich an Dr. Schmidt & Erdsiek, einem der größten Maklerunternehmen innerhalb der Gruppe.

Hintergrund der Umbenennung sind anhaltende Auseinandersetzungen mit den Brüdern Bastian und Steffen Helmsauer, die nach dem Ausscheiden aus der Helmsauer Gruppe ein eigenes Maklerunternehmen gegründet haben. In den vergangenen Monaten war es mehrfach zu juristischen Streitigkeiten um die Nutzung des Namens Helmsauer gekommen. Ob die Umbenennung die Konflikte beendet, bleibt offen. Nach Berichten von procontra-online.de sollen die bekannten Unternehmensmarken Dr. Schmidt & Erdsiek sowie Helmsauer & Kollegen Assekuranzmakler AG bestehen bleiben. Die Gruppe kündigte zudem an, ihre Marken weiterhin aktiv zu schützen, wenn eine Verwechslungsgefahr gesehen wird.


Freistaat unterstützt Metropolregion Nürnberg mit 350.000 Euro

Die Europäische Metropolregion Nürnberg erhält aus dem Bayerischen Staatshaushalt insgesamt 350.000 Euro, um ihre nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen. Die Förderung soll dazu beitragen, die Region als „EU Innovation Valley“ stärker zu positionieren und ihre Attraktivität für Fachkräfte, Investoren und Unternehmen zu erhöhen. Geplant sind unter anderem die Weiterentwicklung der Marke Metropolregion Nürnberg sowie ein Relaunch der digitalen Präsenz. Künftig sollen dabei auch wirtschaftliche Stärken wie die zahlreichen Weltmarktführer, Hidden Champions und innovativen Mittelständler der Region stärker in den Fokus rücken.

Die finanzielle Unterstützung knüpft an die Auszeichnung der Metropolregion durch die EU-Kommission an, die deutschlandweit nur zwei von elf Metropolregionen erhalten haben. Vertreter der Metropolregion sowie Landtagsabgeordnete von CSU und Freien Wählern sehen darin eine Chance, die Region europaweit noch sichtbarer zu machen. Ziel ist es, die wirtschaftliche Stärke, Innovationskraft und Lebensqualität der Metropolregion hervorzuheben und damit neue Fachkräfte, Unternehmen und Investoren für den Standort zu gewinnen.


Connexta übernimmt Premier Experts aus der Metropolregion

Die Connexta Gruppe hat die Premier Experts GmbH aus Schwaig bei Nürnberg in ihre Unternehmensgruppe aufgenommen. Mit der Übernahme gewinnt der IT-Dienstleister nach eigenen Angaben rund 50 Mitarbeitende sowie umfangreiche Expertise im Bereich Microsoft-Technologien, Cloud-Lösungen, Künstliche Intelligenz und IT-Infrastruktur hinzu. Premier Experts wurde 2017 von Martin Thiem gegründet und betreut unter anderem Kunden aus dem Mittelstand mit mehr als 200 Beschäftigten. Das Unternehmen soll innerhalb der Gruppe weiterhin eigenständig geführt werden.

Für Connexta bedeutet die Akquisition zugleich eine stärkere Präsenz in der Region Nürnberg-Fürth-Erlangen sowie den Ausbau des Know-hows in den Bereichen Azure, Microsoft 365, Automatisierung, Cybersecurity und Datensicherung. Laut channelpartner.de beschäftigt die Connexta Gruppe nach dem Zukauf rund 750 Mitarbeitende an 19 Standorten in Deutschland und betreut etwa 6.000 Kunden. Unternehmenschef Jens Stief bezeichnete insbesondere die technische Kompetenz des Teams und die regionale Abdeckung als zentrale Gründe für die Aufnahme von Premier Experts in die Gruppe.


KSW Perspektiven beleuchten Kapitalmärkte und Zukunftsthemen

Die KSW Vermögensverwaltung AG hat auf LinkedIn die aktuelle Ausgabe ihres Magazins „KSW Perspektiven“ vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Entwicklungen an den Kapitalmärkten sowie Themen, die für Anleger und Unternehmerfamilien von Bedeutung sind. Behandelt werden unter anderem eine neue strategische Partnerschaft mit einer europäischen Privatbank, die Entwicklung der Aktienmärkte trotz geopolitischer Unsicherheiten, die Diskussion um die Rolle des US-Dollars als Weltleitwährung sowie die wachsende Bedeutung von Cyber-Security für Unternehmen.

Darüber hinaus widmet sich die Publikation Fragen des Vermögensaufbaus und der Unternehmensnachfolge. Ein Praxisbeispiel zeigt mögliche Vorteile von Holdingstrukturen bei Unternehmensverkäufen auf. Regionalen Bezug erhält die Ausgabe durch einen Gastbeitrag von Klaus L. Wübbenhorst und Benjamin Bauer, die Einblicke in die Innovationskraft der Europäischen Metropolregion Nürnberg und die Rolle des ZOLLHOF – Tech Incubator als Förderer von Start-ups und Zukunftstechnologien geben. Die aktuelle Ausgabe ist auf der Webseite von KSW verfügbar.


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Einen guten Start in die Woche wünscht

Constantin Kaindl

Herausgeber

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