Immobilien kaufen, vermieten – und dabei auch steuerliche Vorteile nutzen: Für Maximilian Engelhardt von der Engelhardt Real Estate Group ist eine Immobilie weit mehr als nur Kaufpreis und Miete. Entscheidend ist die Gesamtrechnung aus Finanzierung, Tilgung, Abschreibung und langfristigem Vermögensaufbau.
Im Interview mit bürobesuch.de erklärt er, was Immobilien als Kapitalanlage besonders macht, warum die steuerliche Wirkung häufig unterschätzt wird – und worauf Einsteiger achten sollten, bevor sie sich für ein Investment entscheiden.

Wie erklären Sie einem 7-Jährigen Kind, was Sie beruflich machen?
Wir bei der Engelhardt Real Estate Group überlegen uns, wie neue Häuser gebaut oder bestehende Gebäude umgebaut werden können, damit Menschen darin gerne wohnen und arbeiten. Dann planen und bauen wir sie gemeinsam mit vielen Fachleuten.
Bei einem Projekt von uns sind das zum Beispiel kleine, möblierte Wohnungen für Studenten. Und wir kümmern uns danach auch darum, dass alles gut funktioniert und die Menschen sich dort wohlfühlen.
Sie sind in einem Familienunternehmen groß geworden, das seit mehr als vier Jahrzehnten Immobilien entwickelt. Wann haben Sie selbst gemerkt: Genau das ist auch meine Welt?
Einen einzelnen Moment gab es eigentlich nicht. Wenn man in einem Familienunternehmen groß wird, bekommt man vieles ganz selbstverständlich mit:
Gespräche über neue Projekte, Entscheidungen, Chancen, aber auch die Verantwortung, die damit verbunden ist. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass mich dabei nicht nur die Immobilie selbst interessiert, sondern vor allem der unternehmerische Gedanke dahinter mit allem, was dazu gehört: Aus einer Idee oder einer Chance etwas zu entwickeln, das für Menschen und einen Standort langfristig einen Mehrwert schafft.
Inzwischen ist auch ja mein Bruder im Unternehmen tätig. Das freut mich besonders, weil es zeigt, dass wir beide unabhängig voneinander erkannt haben: Diese Verbindung aus Unternehmertum, Gestaltung und langfristigem Denken ist unsere Welt.
Was fasziniert Sie persönlich an Immobilien als Kapitalanlage – gerade im Vergleich zu Investments, die eigentlich nur als Zahl im Depot auftauchen?
Mich fasziniert an Immobilien vor allem, dass sie etwas Reales sind. Man kann sie sehen, anfassen und erleben. Hinter einer Immobilie stehen immer Menschen und damit Kommunikation, ein Standort und eine konkrete Nutzung. Es gibt jemanden, für den diese Wohnung der Lebensmittelpunkt, das Zuhause, ist. Und dann gibt es natürlich die steuerliche Seite.
Abschreibungen und andere Gestaltungsmöglichkeiten werden bei Immobilien häufig noch unterschätzt oder nicht richtig verstanden. Sie sollten nie der einzige Grund für eine Investition sein, können aber, abhängig von der persönlichen Situation, einen wichtigen Unterschied in der Gesamtrechnung machen.
Wenn jemand bisher vor allem in ETFs oder Aktien investiert: Was verändert sich für ihn, wenn plötzlich eine Immobilie als zusätzlicher Baustein der Vermögensanlage ins Spiel kommt?
Zunächst verändert sich der Blick auf die Kapitalanlage: Bei ETFs oder Aktien investiert man sehr flexibel und liquide in Unternehmen oder Märkte. Wobei ich hier klar sagen muss, dass ich da kein Experte bin.
Mit einer Immobilie kommt ein realer, langfristiger Baustein hinzu – mit einem konkreten Standort, laufenden Mieteinnahmen und natürlich auch Verantwortung für die Immobilie. Besonders interessant wird es, wie eben schon angedeutet, durch die steuerliche Komponente. Die Miete ist nur ein Teil der Rechnung.
Durch Abschreibungen können sich die steuerpflichtigen Einkünfte reduzieren. Dadurch kann eine Immobilie wirtschaftlich anders wirken, als man es beim ersten Blick auf Kaufpreis und Miete erwarten würde. Genau diese Gesamtrechnung wird oft unterschätzt.
Der Titel Ihres Webinars mit Bürobesuch.de lautet „Steuern sparen mit Immobilien“. Was kann eine Immobilie steuerlich so interessant machen – und warum ist insbesondere die Abschreibung dabei ein so wichtiger Hebel?
Steuerlich interessant wird eine Immobilie vor allem dadurch, dass man neben den tatsächlichen Ausgaben auch die Abnutzung des Gebäudes steuerlich berücksichtigen kann über die Abschreibung für Abnutzung, kurz AfA. Vereinfacht gesagt: Der Gebäudeanteil einer Immobilie wird über einen bestimmten Zeitraum steuerlich abgeschrieben.
Ein ganz einfaches Beispiel: Eine Immobilie kostet 200.000 Euro. Wir nehmen beispielhaft an, dass 80 Prozent auf das Gebäude und 20 Prozent auf das Grundstück entfallen. Der abschreibungsfähige Gebäudeanteil beträgt dann 160.000 Euro. Bei einer grundsätzlich begünstigten Neubauimmobilie und einer degressiven AfA von fünf Prozent wären das im ersten Jahr 8.000 Euro Abschreibung.
Dadurch reduzieren sich die steuerpflichtigen Einkünfte. Was das effektiv an Steuerersparnis bedeutet, hängt vom persönlichen Steuersatz und der individuellen Situation ab. Die 8.000 Euro sind also nicht die Steuerersparnis selbst, sie können aber einen spürbaren steuerlichen Effekt auslösen.
Genau darin liegt der Hebel: Die Mieteinnahmen sind wichtig, aber man muss immer die gesamte Rechnung betrachten; Finanzierung, laufende Kosten, Tilgung und die steuerliche Wirkung. Dazu kommen beispielsweise noch die Abschreibung der Möblierung und die steuerliche Berücksichtigung der Darlehenszinsen.
Steuern sparen mit Immobilien – Kapitalanlage ohne Vermieter-Stress

Wie lässt sich ein Studentenapartment als Kapitalanlage nutzen, ohne selbst Zeit in Mietersuche, Mietverträge oder Reparaturanfragen investieren zu müssen?
Immobilien-Experte Maximilian Engelhardt, Geschäftsleitung der Engelhardt Real Estate Group, zeigt exklusiv für die Bürobesuch.de Community, wie Entscheiderinnen und Entscheider mit einem Studentenapartment Steuern sparen und Kapital investieren können.
Im Webinar erfahren Sie, wie die AfA funktioniert und was sie konkret in Zahlen bedeutet. Anhand eines aktuell zum Verkauf stehenden Apartments wird ein echtes Berechnungsbeispiel für einen Musterkunden vorgestellt – inklusive Vergleich mit Aktien und ETF.
Auch Vermietung und Verwaltung werden thematisiert: Diese übernimmt die hauseigene Vermietungsgesellschaft SAM, sodass der Aufwand für Eigentümer praktisch bei null liegt.
Zwei Termine zur Auswahl:
📅 Mittwoch, 23. September 2026 | 10:00–11:00 Uhr
👉 Jetzt zum Webinar am 23. September anmelden
📅 Donnerstag, 24. September 2026 | 18:00–19:00 Uhr
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Im Webinar rechnen Sie ein konkretes Studentenapartment an einem Musterkunden durch. Was überrascht Menschen erfahrungsgemäß am meisten, wenn sie zum ersten Mal schwarz auf weiß sehen, wie so eine Kapitalanlage funktionieren kann?
Viele überrascht, dass die Miete allein noch nicht zeigt, wie eine Kapitalanlage tatsächlich funktioniert. Erst wenn man Mieteinnahmen, Finanzierung, Tilgung, Abschreibung und die steuerliche Wirkung zusammen betrachtet, entsteht ein vollständiges Bild. Gerade der Unterschied zwischen dem, was monatlich auf dem Konto passiert, und dem steuerlichen Ergebnis ist für viele zunächst neu.
Angenommen, jemand sagt: „Ich verdiene gut, lege regelmäßig Geld zurück, habe mich aber noch nie mit Immobilien beschäftigt.“ Was wären für Sie die ersten drei Schritte, um herauszufinden, ob ein Investment passen könnte?
Erstens sollte man sich ehrlich fragen: Was möchte ich mit der Immobilie erreichen? Geht es um langfristigen Vermögensaufbau, zusätzliche Einnahmen im Alter oder auch um steuerliche Effekte? Daraus ergeben sich der persönliche Anlagehorizont und die Frage, wie viel Eigenkapital man einsetzen möchte.
Zweitens sollte man die eigene finanzielle Situation realistisch durchrechnen – also Einkommen, Rücklagen, Finanzierungsmöglichkeiten und den monatlichen Spielraum. Eine Immobilie, ganz gleich ob zur Kapitalanlage oder zur Eigennutzung, sollte zum Leben passen und nicht dauerhaft Druck erzeugen.
Und drittens kommt die konkrete Immobilie: Standort, Konzept, Vermietbarkeit, Qualität und die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet. Erst wenn das Gesamtpaket stimmt, sollte man eine Entscheidung treffen. Die steuerliche Seite würde ich dabei immer zusätzlich mit dem eigenen Steuerberater besprechen.
Steuern sparen mit Immobilien – Kapitalanlage ohne Vermieter-Stress

Wie lässt sich ein Studentenapartment als Kapitalanlage nutzen, ohne selbst Zeit in Mietersuche, Mietverträge oder Reparaturanfragen investieren zu müssen?
Immobilien-Experte Maximilian Engelhardt, Geschäftsleitung der Engelhardt Real Estate Group, zeigt exklusiv für die Bürobesuch.de Community, wie Entscheiderinnen und Entscheider mit einem Studentenapartment Steuern sparen und Kapital investieren können.
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Constantin Kaindl
Herausgeber

