Tradition bewahren und gleichzeitig Neues wagen: Breuninger-Nürnberg-Geschäftsführer Gerhard Schmalholz will den etablierten Standort weiterentwickeln und das Haus noch stärker als Ort für Mode, Genuss und besondere Erlebnisse positionieren. Dabei setzt er auf neue Angebote, persönliche Beratung und eine enge Verbindung zur Stadt und Region.
Im Interview mit bürobesuch.de erklärt er, wie viel Aufbruch eine traditionsreiche Marke wie Breuninger verträgt, welche Rolle die Filiale im Zeitalter des Onlinehandels spielt – und wie Events, lokale Partnerschaften und neue Konzepte dafür sorgen sollen, dass Breuninger auch künftig ein fester Bestandteil der Nürnberger Innenstadt bleibt.

Wie erklären Sie einem siebenjährigen Kind, was Sie beruflich machen?
Meinen beiden Töchtern habe ich in diesem Alter immer gesagt: Papa ist Gastgeber und unternimmt alles dafür, dass die Menschen, die zu uns kommen, eine gute Zeit haben. Bei Breuninger geht es schließlich nicht nur ums Einkaufen, sondern auch um besondere Erlebnisse und die schönen Dinge des Lebens. Und wenn uns das besonders gut gelingt, ist das auch gut für unser Geschäft.
Was hat Sie an der Aufgabe in Nürnberg gereizt?
Die Strategie und die Werte unseres Unternehmens in meiner Aufgabe als Geschäftsführer in Franken und der Metropolregion Nürnberg mit Leben zu füllen, war und ist für mich von besonderer Bedeutung.
Dazu gehört für mich auch ein klares persönliches Bekenntnis zum Standort. Deshalb haben wir auch unseren privaten Lebensmittelpunkt nach Nürnberg verlegt.
Welche Stärken hat der Standort Breuninger Nürnberg heute?
Nürnberg verbindet Historie und Moderne, Kultur und Gastfreundschaft und bietet eine hohe Lebensqualität. Die attraktive Innenstadt sowie die starke Metropolregion mit ihrem großen Einzugsgebiet bieten hervorragende Voraussetzungen für unseren Standort. Gleichzeitig ist Breuninger seit über 20 Jahren fest in Nürnberg etabliert und eng mit seinen Kundinnen und Kunden verbunden.
Dabei möchten wir weit mehr bieten als den klassischen Einkauf: Mode, Genuss und besondere Erlebnisse gehören für uns genauso dazu wie unsere Rolle als Gastgeber. Diese Mischung macht Breuninger Nürnberg für mich besonders stark.
Was möchten Sie von Ihrem Vorgänger unbedingt bewahren?
Gutes bewahren und Neues wagen – das ist meine Devise. Nürnberg ist ein etablierter Standort mit einem starken Team und einer engen Verbindung zu unseren Kundinnen und Kunden.
Darauf möchte ich aufbauen. Mir ist wichtig, diese gewachsenen Stärken zu erhalten und gemeinsam mit dem Team in die Zukunft zu führen.
Neuer XPENG-Showroom: Autohaus Pickel feiert Meilenstein in Erlangen
Ein Abend, über 100 Gäste und ein besonderer Anlass: Autohaus Pickel hat seinen neuen Showroom für XPENG in Erlangen feierlich eröffnet. Gemeinsam mit Kundinnen und Kunden, Partnern und Gästen feierte das Unternehmen am 17. September einen wichtigen Schritt in seiner Entwicklung.
Die Eröffnung knüpft an einen Weg an, den das Autohaus bereits im vergangenen Jahr eingeschlagen hat. Das Ziel ist ein ganzheitliches Kundenerlebnis in der Metropolregion Erlangen–Fürth–Nürnberg. Dazu gehören neben den Fahrzeugen auch persönliche Beratung, Service und das Erleben neuer Technologien.
Im neuen Showroom wird dieser Anspruch jetzt vor Ort greifbar. Besucherinnen und Besucher können rund um XPENG moderne Elektromobilität entdecken, die Fahrzeuge kennenlernen und sich persönlich beraten lassen. Verkauf, Beratung und Service gibt es direkt in Erlangen.
Mit dem Event zelebrierte das Autohaus Pickel einen besonderen Auftakt für die neue Marke und bringt XPENG in die Metropolregion Nürnberg.
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Wo sehen Sie den größten Veränderungsbedarf im Haus?
Für mich geht es weniger darum, Bestehendes grundsätzlich zu verändern, sondern unsere Stärken gezielt weiterzuentwickeln und immer wieder neue Impulse zu setzen. Ein gutes Beispiel dafür ist Suitsupply: Damit haben wir in diesem Jahr unser Premium-Angebot in der Herrenmode erweitert und verbinden modernes Tailoring mit persönlicher Beratung und individuellen Services.
Gleichzeitig bietet uns der b_place die Möglichkeit, wechselnde Themen und Marken immer wieder neu zu inszenieren. So haben wir dort zur Fußball-Weltmeisterschaft gemeinsam mit adidas eine eigene Themenwelt geschaffen und gezeigt, wie wir aktuelle Anlässe aufgreifen und für unsere Kundinnen und Kunden erlebbar machen können. Entscheidend ist für mich, dass unser Haus in Bewegung bleibt und es immer wieder Neues zu entdecken gibt.
Wie viel Aufbruch verträgt eine etablierte Marke wie Breuninger?
Zukunft braucht Herkunft. Gerade in unserem 145. Jubiläumsjahr wird deutlich, für welche Innovationskraft Breuninger seit jeher steht. Veränderung und der Mut, Dinge neu zu denken, gehören genauso zu unserer Geschichte wie Beständigkeit und Verlässlichkeit. Für mich liegt genau in dieser Verbindung die Stärke unserer Marke.
Wie verändert der Onlinehandel die Rolle einer Innenstadtfiliale?
Unsere Häuser sind heute weit mehr als Orte zum Einkaufen. Wir möchten Menschen begeistern, besondere Erlebnisse schaffen und mit Mode, Services und Events immer wieder neue Anlässe für einen Besuch bieten.
Gleichzeitig verstehen wir uns als Multichannel-Unternehmen und verbinden unsere Häuser eng mit unserem Online-Shop. Ein gutes Beispiel dafür ist Click & Collect: Kundinnen und Kunden können ihre Bestellung bei uns abholen, direkt anprobieren, bei Bedarf ergänzen oder zurückgeben – und dabei auf unsere persönliche Beratung zurückgreifen.
Womit wollen Sie Kundinnen und Kunden künftig stärker an das Haus binden?
Entscheidend ist für mich die persönliche Beziehung zu unseren Kundinnen und Kunden und ein gutes Gespür dafür, was sie bewegt und begeistert. Mit Formaten wie unserem Season Opening oder unseren Beauty Nights schaffen wir besondere Anlässe, die weit über den klassischen Einkauf hinausgehen. Auch darüber hinaus entstehen immer wieder besondere Erlebnisse:
Zuletzt haben wir etwa rund um den Kinostart von „Der Teufel trägt Prada 2“ die ikonischen Looks des Films für unsere Kundinnen und Kunden neu interpretiert. In Nürnberg haben wir das Fashion-Thema gemeinsam mit dem Cinecittà aufgegriffen und eine exklusive Preview für unsere Kundinnen veranstaltet. Gemeinsam mit unseren Brands und lokalen Partnern möchten wir auch künftig solche besonderen Erlebnisse schaffen und Breuninger als festen Bestandteil des Nürnberger Stadtlebens weiter stärken – als einen Ort, an den unsere Gäste gerne zurückkehren.
Welche Bedeutung hat Breuninger für die Nürnberger Innenstadt?
Breuninger und Nürnberg gehören für uns eng zusammen. Seit 23 Jahren sind wir Teil der Nürnberger Innenstadt und haben uns hier fest etabliert. Auch künftig möchten wir den Standort aktiv mitgestalten und unseren Beitrag zu einer lebendigen und attraktiven Innenstadt leisten.
Woran soll man in drei Jahren erkennen, dass Ihr Kurs erfolgreich ist?
Zum einen natürlich daran, dass ich noch da bin. Vor allem aber daran, dass Breuninger in Nürnberg weiter an Relevanz gewonnen hat – für unsere Kundinnen und Kunden genauso wie für die Stadt und die Region. Wenn wir in drei Jahren auf neue Angebote, besondere Erlebnisse und erfolgreiche Partnerschaften zurückblicken können und unsere Gäste weiterhin gerne und regelmäßig zu uns kommen, haben wir vieles richtig gemacht. Und idealerweise stehen dann bereits die nächsten Ideen und Projekte in den Startlöchern.
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Beste Grüße & vielen Dank
Constantin Kaindl
Herausgeber


