Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
in diesem Bürobesuch.de-Newsletter fassen wir Ihnen einmal pro Woche die wichtigsten Wirtschafts-Nachrichten aus der Region rund um Nürnberg zusammen.
Die Themen:
- Fraunhofer IIS: Prof. Bernhard Grill übernimmt Institutsleitung in Erlangen
- Kloster Kitchen: curameo AG stellt Insolvenzantrag
- page one GmbH – verlässlicher Partner für rechtssicheres Scannen
- Fürther StartUp PCB Arts: Gründer auf „Forbes 30 under 30“-Liste
- Terra Nostra übernimmt Erlanger Medizin-StartUp AB-CT vollständig und treibt internationale Expansion voran
- CEOs & Entscheider in Mittelfranken erreichen – kostenloses Webinar
- Hainberg Quartier in Nürnberg: S&P verkauft Mixed-Use-Immobilie an Nuveen
- Nürnberg zählt zu den wirtschaftsstärksten Städten Deutschlands
Fraunhofer IIS: Prof. Bernhard Grill übernimmt Institutsleitung in Erlangen
Am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen hat Prof. Bernhard Grill zum 1. April 2026 die Position des geschäftsführenden Institutsleiters übernommen. Er folgt auf Prof. Albert Heuberger, der das Institut 15 Jahre lang geführt hat und weiterhin für ein Jahr Teil der Institutsleitung bleibt. In seiner neuen Rolle will Grill insbesondere die Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz in Forschung, Entwicklung und Anwendung vorantreiben sowie den Fokus auf wirtschaftlich verwertbare Technologien stärken.
Grill gilt als ausgewiesener Experte und war maßgeblich an der Entwicklung bedeutender Audiotechnologien wie mp3, EVS, xHE-AAC und MPEG-H Audio beteiligt. Für die mp3-Entwicklung wurde er gemeinsam mit Kollegen mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet. Künftig sollen neben der Audiocodierung insbesondere 5G- und 6G-Technologien, Automotive-Anwendungen, IoT-Lösungen sowie Galileo-Empfangssysteme weiter ausgebaut werden. Zudem sieht Grill großes Potenzial in der Entwicklung von KI-Modellen für kleine Geräte, die bereits heute am Standort Erlangen erforscht werden.
Kloster Kitchen: curameo AG stellt Insolvenzantrag
Die curameo AG aus dem fränkischen Reichenschwand hat beim Amtsgericht Nürnberg einen Insolvenzantrag gestellt. Das Gericht ordnete eine vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte Patrick Meyerle von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Als Grund nennt das Unternehmen fehlende Einigung unter den Gesellschaftern über die weitere Finanzierung, obwohl sich die Marke Kloster Kitchen als Pionier für Bio-Ingwer-Shots in der DACH-Region etabliert hat. Nach Jahren dynamischen Wachstums mit einer Sortimentserweiterung auf Bio-Säfte, Smoothies und das Mikronährstoffkonzentrat VITAL FLOW erzielte das Unternehmen 2025 einen Umsatz von rund 10 Mio. Euro bei etwa 45 Beschäftigten.
Der Geschäftsbetrieb soll unterdessen vollumfänglich fortgeführt werden, die Produktion läuft weiter und die Lieferfähigkeit bleibt bestehen. Parallel prüfen der vorläufige Insolvenzverwalter und sein Team gemeinsam mit dem Unternehmen Sanierungsoptionen für eine nachhaltige Fortführung. Die Gehälter der Mitarbeitenden sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Vorstand und Mitgründer Mario Fürst betont, dass nun die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs sowie Gespräche mit Kunden und Lieferanten im Fokus stehen. Gleichzeitig sieht das Unternehmen weiterhin Marktpotenziale durch Trends wie Gesundheitsbewusstsein, Prävention und Longevity, insbesondere in der DACH-Region und darüber hinaus.
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page one GmbH – verlässlicher Partner für rechtssicheres Scannen

Die page one GmbH befindet sich aktuell im Prozess der Zertifizierung nach TR-RESISCAN des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI TR-03138). Diese technische Richtlinie definiert klare Anforderungen an das sogenannte ersetzende Scannen, bei dem Papierdokumente rechtssicher digitalisiert, revisionssicher archiviert und anschließend vernichtet werden können.
Zu den zentralen Kriterien zählen unter anderem der Schutz vor Manipulation, eine lückenlose Dokumentation des gesamten Scanprozesses sowie qualitätsgesicherte Prüfverfahren. Diese Standards gewinnen sowohl für Unternehmen als auch für Behörden zunehmend an Bedeutung, da sie eine gesetzeskonforme Archivierung und die Erfüllung von Compliance-Vorgaben sicherstellen.
Mit der angestrebten Zertifizierung baut die page one GmbH ihr Leistungsportfolio weiter aus und schafft die Basis für noch umfassendere Lösungen im Bereich der digitalen Dokumentenverarbeitung. Auch für Unternehmen in der Metropolregion Nürnberg sind solche rechtssicheren Digitalisierungsprozesse ein wichtiger Baustein der digitalen Transformation.
Der Abschluss der Zertifizierung wird in naher Zukunft erwartet.
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Fürther StartUp PCB Arts: Gründer auf „Forbes 30 under 30“-Liste
Großer Erfolg für die Region: Die Gründer des Start-ups PCB Arts mit Wurzeln in Fürth wurden in die renommierte „Forbes 30 under 30 Europe“-Liste aufgenommen. Saber Kaygusuz, Alexander Brehl und Philipp Jöhl stehen hinter dem Unternehmen, das sich auf Edge-AI-basierte Embedded Devices spezialisiert hat und dabei unter anderem mit NVIDIA zusammenarbeitet. Die Technologie des Start-ups kommt bereits in verschiedenen realen Anwendungen zum Einsatz, etwa bei KI-gestützten Kameras zur Reduzierung von Industrieschrott, in der Überwachung maritimer Ökosysteme sowie bei Lösungen zur Reifenprofilanalyse im Nutzfahrzeugbereich.
Das Unternehmen entwickelt sich dynamisch und plant für das Jahr 2026 einen Umsatz von rund 1,9 Millionen US-Dollar. PCB Arts gilt als eines der spannendsten Hardware-Start-ups der Region und wurde ohne externe Finanzierung aufgebaut. Die Aufnahme in die Forbes-Liste unterstreicht die internationale Relevanz des jungen Unternehmens und rückt zugleich die Innovationskraft der Metropolregion stärker in den Fokus.
Terra Nostra übernimmt Erlanger Medizin-StartUp AB-CT vollständig und treibt internationale Expansion voran
Die Terra Nostra Corporate Finance Beratung GmbH aus Frankfurt am Main hat ihre Beteiligung an der AB-CT – Advanced Breast-CT GmbH aus Erlangen im Rahmen eines Share Deals auf 100 % erhöht. Ziel der vollständigen Übernahme ist es, die Kapitalbasis für die nächste Wachstumsphase zu sichern und die internationale Skalierung der innovativen Brust-CT-Technologie voranzutreiben. Die von Prof. Dr. Willi Kalender gegründete AB-CT steht für eine schmerzfreie und hochpräzise Diagnostik und wird durch das Engagement der Familie Kalender, einer Unternehmerfamilie sowie eines strategischen Partners bis heute maßgeblich getragen.
Im Mittelpunkt steht das Brust-CT-System nu:view, das auf direkt photonenzählenden Detektoren basiert und eine Diagnosesicherheit mit bis zu 90 µm Auflösung bietet. Die Untersuchung erfolgt ohne Kompression, dauert lediglich 7 bis 12 Sekunden und ermöglicht hohen Patientinnenkomfort bei niedriger Strahlenexposition. Für die weitere Expansion übernimmt Dr. Daniel J. Novacek die Geschäftsführung und beteiligt sich als Mitgesellschafter. Geplant ist der Ausbau der Aktivitäten in DACH, Benelux, Asien und Australien sowie die Erschließung neuer Märkte, während die Technologie bereits heute in Europa, Korea, China und Australien im Einsatz ist.
CEOs & Entscheider in Mittelfranken erreichen – kostenloses Webinar

Sie erreichen viele – aber nicht die richtigen? Genau dieses Problem greift das kostenlose Webinar „CEOs & Entscheider in Mittelfranken erreichen“ von wirdenkenlokal auf. Am 12. Mai (10:00–11:00 Uhr) und 13. Mai 2026 (10:00 – 11:00 Uhr) erfahren Unternehmen aus der Metropolregion Nürnberg, wie sie gezielt Geschäftsführer, Inhaber und Vorstände ansprechen.
Im Fokus steht der Unterschied zwischen Reichweite und Relevanz – und warum klassische Kanäle oft an Entscheidern vorbeigehen. Gezeigt wird, wie der Bürobesuch.de-Newsletter mit über 1.800 B2B-Entscheidern sowie eine durchdachte LinkedIn-Strategie als effektive Werkzeuge im regionalen B2B-Marketing funktionieren.
Anhand von Praxisbeispielen aus Nürnberg und Mittelfranken – u. a. von Sontowski & Partner, Brochier oder Silbury – wird deutlich, wie Unternehmen bereits heute messbar neue Kontakte und Leads gewinnen.
Das Webinar richtet sich an Geschäftsführer, Marketingverantwortliche und B2B-Dienstleister, die ihre Zielgruppe endlich gezielt und effizient erreichen wollen.
Kostenlos, kompakt und praxisnah – jetzt anmelden und B2B-Marketing in der Region neu denken.
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Hainberg Quartier in Nürnberg: S&P verkauft Mixed-Use-Immobilie an Nuveen
Die S&P Commercial Development, eine Beteiligung der Sontowski & Partner Group, hat das Hainberg Quartier im Nürnberger Südwesten an Nuveen Real Estate veräußert. Die viergeschossige Mixed-Use-Immobilie in der Maria-Ward-Straße umfasst insgesamt 45 Mietwohnungen, darunter 24 geförderte Einheiten, sowie eine rund 1.500 m² große Einzelhandelsfläche, die langfristig an EDEKA vermietet ist. Mit einer Gesamtfläche von etwa 5.200 m² erweitert Nuveen damit ihr Portfolio im Rahmen der „German living impact“-Strategie, die auf nachhaltige Wohninvestments und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in wachsenden Städten abzielt.
Das Quartier zeichnet sich durch ein nachhaltiges Gebäudekonzept aus und erfüllt den Effizienzhausstandard BEG 55 EE mit angestrebter DGNB-Gold-Zertifizierung. Zur Ausstattung gehören unter anderem eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage, begrünte Dachflächen sowie Ladeinfrastruktur für Elektromobilität. Der Standort bietet eine gute Anbindung über die A73, den S-Bahnhof Nürnberg-Stein und eine geplante U-Bahn-Anbindung. Laut S&P zeigt sowohl das hohe Investoreninteresse als auch die bereits weit fortgeschrittene Vermietung die Attraktivität des Projekts in der Metropolregion Nürnberg.
Nürnberg zählt zu den wirtschaftsstärksten Städten Deutschlands
Die Stadt Nürnberg gehört laut einem aktuellen Ranking von SIXT ride zu den Top 10 der wirtschaftsstärksten Städte Deutschlands und belegt gemeinsam mit Bremen den 9. Platz. Die Auswertung basiert unter anderem auf Kriterien wie Marktgröße, Beschäftigung, Wirtschaftsleistung und Unternehmensdichte. Die Kennzahlen unterstreichen die Stärke des Standorts: Rund 526.000 Einwohner, etwa 322.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, ein Bruttoinlandsprodukt von 34,7 Milliarden Euro sowie mehr als 200 bedeutende Unternehmen prägen die Wirtschaftsstruktur der Metropolregion.
Die Platzierung wird als starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Nürnberg gewertet und bestätigt die breite wirtschaftliche Basis sowie die industrielle Stärke der Stadt. Gleichzeitig zeigt das Ranking, dass sich Nürnberg im Vergleich mit anderen Großstädten erfolgreich behauptet. Die Wirtschaftsförderung Nürnberg betont, gemeinsam mit den Unternehmen vor Ort die bestehenden Stärken weiter auszubauen und die Zukunftsfähigkeit des Standorts nachhaltig zu sichern.
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Einen guten Start in die Woche wünscht
Constantin Kaindl
Herausgeber
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