Wie Silbury in der KI-Transformation zur festen Größe wurde – und warum Erfahrung, Haltung und Mut zur Veränderung wichtiger sind als der neueste Trend.
Wer Silbury heute begegnet, trifft auf ein Unternehmen, das sich selbst mehrfach neu erfunden hat – und dabei immer näher an den Kern der Dinge gerückt ist. 2007 als Zwei-Mann-Betrieb gegründet, war Silbury zunächst spezialisiert auf „Oracle“-Technologien: Portale, Dokumentenmanagement, Prozessautomatisierung. Kunden wie das Statistische Bundesamt Österreich oder Siemens Healthineers vertrauten auf die technologische Tiefe und Umsetzungskompetenz des Teams.
Doch dann kam der erste Einschnitt. Als Oracle 2015 seine Produkte in die Cloud verlagerte, wurde deutlich: „Alles, was wir in acht Jahren aufgebaut hatten, musste neu bewertet werden“, erinnert sich Gründer Markus Neubauer. Statt aufzugeben, suchte das Unternehmen das Gespräch mit seinen Kunden – und lernte, dass die Kundenbeziehung weit über Technik hinausging: „Unsere Stärke war immer, dass wir zwei Welten zusammenbringen – Technologie und echtes Verständnis für Organisation, Menschen und Prozesse.“

Ein neues Selbstverständnis – und ein klarer Fokus
Mit dieser Erkenntnis begann die Transformation hin zu einem lösungsorientierten Digitalisierungspartner, der Prozesse, Anforderungen und Nutzerbedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.
Die Jahre 2019 bis 2023 standen im Zeichen der Nachhaltigkeit: Mit dem KI-basierten Tool „Mia Sustain“ entwickelte Silbury eine Lösung, die Unternehmen durch ESG-Reportings führt – automatisiert, nutzerfreundlich und strukturiert. Doch die abrupte Kehrtwende der EU-Kommission im Frühjahr 2024, die Berichtspflichten aussetzte und Anforderungen zurückfuhr, ließ den Markt praktisch kollabieren.
Stattdessen rückt nun das Thema in den Fokus, das Silbury intern bereits seit Jahren begleitet: Künstliche Intelligenz.
Drei Säulen, ein Ziel: Zukunftsfähigkeit für Deutschland
„Wir sind seit über acht Jahren im KI-Bereich aktiv – aber jetzt positionieren wir uns klar als ganzheitlicher KI- und Transformationspartner für den Mittelstand“, sagt Neubauer. Konkret heißt das: Silbury verfolgt einen dreigleisigen Ansatz, der Unternehmen befähigt, KI nicht nur zu verstehen, sondern auch sinnvoll einzusetzen und strategisch zu verankern.
- Die Silbury Academy
Hier geht es nicht um Tools, sondern um Haltung, Kompetenzen und praxisnahes Know-how. Das Programm richtet sich an Geschäftsführende, Führungskräfte, KI-Ambassadors und Mitarbeitende. Ziel ist es, Unsicherheit zu überwinden und zu verhindern, dass Investitionen im KI-Bereich versanden. - Die Plattform „Silbury AI“
Sie soll zur Steuerzentrale für die KI-Transformation im Mittelstand werden. Mit strukturierten Anleitungen, Use Cases, Vorlagen, Prompts und Messbarkeit bietet die Plattform Orientierung und Klarheit – in einem Umfeld, das von Hype und Tool-Flut geprägt ist. - Beratung und 1:1-Coaching
Von Geschäftsführungs-Coachings bis zur Einführung von KI-Agenten begleitet Silbury Organisationen individuell – immer mit Blick auf Nutzen, Umsetzbarkeit und Wirkung.
„KI ist kein IT-Thema – es ist Geschäftsmodellentwicklung“
Was Silbury dabei besonders macht, ist die Verbindung von technologischer Exzellenz mit wirtschaftlichem Verständnis und ethischer Reflexion.
„Wir sehen KI nicht als Spielwiese für Technik, sondern als strategische Aufgabe.“ Es geht darum, Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln, Menschen zu entlasten – und Veränderung sinnvoll zu gestalten.
Das Unternehmen bringt mit Silbury AI nun ihre eigene KI-Plattform auf den Markt. Die Lösung wurde speziell für die Anforderungen des deutschen Mittelstands entwickelt und vereint alle führenden KI-Modelle (ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity, Grok und Mistral) in einer einzigen, vollständig in Europa gehosteten Oberfläche – inkl. Echtzeit-Datenschutzprüfung.
Weitere Features umfassen produktivitätssteigernden Funktionen wie das Auto-Routing zum besten Sprachmodell, eine intelligente Prompt-Optimierung, kollaboratives Prompting in gemeinsamen Chats uvm. Der Festpreis liegt bei 29 Euro pro Nutzer und Monat.
Innovation aus Fürth – sichtbar im Deutschen Museum
Wie bei Silbury aus Neugier und Eigeninitiative echte Innovation entsteht, zeigt ein Projekt aus dem Jahr 2018 – damals noch abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit für KI.
Das Deutsche Museum Nürnberg war auf der Suche nach einem Partner für den Bereich „Zukunft der Arbeit“. Statt ein Standardprojekt umzusetzen, übergab Neubauer das Thema an die eigenen Auszubildenden.
Das Ergebnis: das Spiel „Bot or Not“ – ein interaktives Exponat, bei dem Besuchende herausfinden müssen, welche Antwort auf eine Frage von einer KI stammt – und welche von realen Mitspielern.
„Wir haben den Turing-Test einfach umgedreht.“ Das Projekt brachte Jugendliche spielerisch mit KI in Kontakt – und ließ sie selbst in die Denkweise der Maschinen schlüpfen.
Heute steht „Bot or Not“ im Deutschen Museum Nürnberg – als Symbol für frühzeitige KI-Kompetenz, kreative Nachwuchsförderung und einen ungewöhnlich mutigen Führungsstil.
„Ich glaube, wir haben die einzigen Azubis, deren Abschlussarbeit im Deutschen Museum steht.“
Was kommt?
Die Antwort ist klar: KI verändert Geschäftsmodelle und Organisationen grundlegend. Für viele ist der Weg dorthin noch unübersichtlich.
Aber wer Orientierung, Erfahrung und einen pragmatischen Zugang sucht, findet in Silbury einen Partner, der Technologie als Mittel zum Zweck versteht – und genau weiß, worauf es ankommt.


















