Impuls

„Was macht einen Chauffeurservice heute noch unverzichtbar, Herr Jahnel?“

Premium-Chauffeur, Unternehmer und Dienstleister mit Blick fürs Detail: Im Interview mit bürobesuch spricht FIVEWAY-Geschäftsführer Robert Jahnel darüber, warum ein moderner Chauffeurservice weit mehr ist als die reine Fahrt von A nach B – und weshalb Verlässlichkeit, Zeitgewinn und Diskretion für viele Unternehmen zu einem echten wirtschaftlichen Faktor geworden sind.

Außerdem erklärt er, wie sich FIVEWAY von Plattformanbietern wie Uber oder Blacklane unterscheidet, welche Rolle der Wirtschaftsstandort Nürnberg und internationale Gäste für das Geschäft spielen und warum persönlicher Service trotz Digitalisierung und Automatisierung auch in Zukunft nicht ersetzbar sein wird.

Wie erklären Sie einer 7-Jährigen, was Sie beruflich machen? 

Ich würde sie fragen: Kennst du das, wenn du aus der Schule kommst und Mama oder Papa steht schon da, um dich abzuholen? Du musst nicht überlegen, wie du nach Hause kommst, wer dich fährt oder ob du pünktlich daheim sein wirst. Du weißt einfach: Es ist jemand da, der dich sicher heimbringt. Du musst dich um nichts kümmern. 

Genau das mache ich – nur für Erwachsene, und nicht nur nach Hause, sondern überall hin. 

Herr Jahnel, sind Chauffeure im Zeitalter von Uber, Carsharing und Videokonferenzen überhaupt noch zeitgemäß? 

In der Frage stecken zwei verschiedene Themen: Uber und Carsharing betreffen die Angebotsseite, Videokonferenzen die Nachfrage. Beides interessant, es sind aber zwei unterschiedliche Antworten. 

Uber und Carsharing lösen die Frage, wie jemand ohne eigenes Fahrzeug möglichst günstig von A nach B kommt. Diese Frage haben unsere Gäste längst gelöst. Was sie brauchen, ist nicht die Beförderung, sondern Ablaufsicherheit. Kurz gesagt: Sie buchen keine Fahrt, sondern ein Ergebnis.

Der Unterschied liegt in der Verantwortung. Eine Plattform-Fahrt ist unverbindlich. Niemand fragt: Endet das Meeting früher? An welchem Ausgang ist die Abholung? Wie fahre ich die Zieladresse korrekt an? Müssen wir aufgrund der Verkehrslage eher losfahren? Geht etwas schief, bekommt der Kunde sein Geld zurück – steht aber trotzdem ohne Fahrer da oder an der falschen Adresse.

Premiumfahrzeuge in makellosem Zustand sind Teil des Produkts, keine Frage. Ebenso ein sicherer und angenehmer Fahrstil. Gebraucht wird ein Chauffeur aber nicht alleine deswegen, sondern weil er Teil eines Systems ist, das Zuverlässigkeit und Verantwortung liefert.

Den zweiten Teil der Frage finde ich besonders spannend. 

Spätestens seit Corona findet ein Großteil der Meetings online statt, das Reiseaufkommen ist entsprechend zurückgegangen. Geblieben sind jene Termine, die sich nicht ersetzen lassen: Verhandlungen, Werksbesuche, Abschlüsse. Also alles, bei dem es einen Unterschied macht, ob man im selben Raum sitzt und sich in die Augen schauen kann – oder nur auf einem Bildschirm zu sehen ist. Wenn jemand für einen Tag aus Singapur einfliegt, ist dieser Termin oft das Ergebnis jahrelanger Arbeit. 

Es wird also weniger gefahren, aber jede verbleibende Fahrt wiegt schwerer.

Welches Problem löst ein Chauffeur heute, das Taxi, Bahn oder Mietwagen nicht ebenso gut lösen können? 

Taxi, Bahn und Mietwagen erfüllen ihre Aufgabe gut. Sie erfüllen nur alle dieselbe – und das ist nicht unsere. Alle drei verkaufen ein fertiges Produkt: Die Bahn fährt eine vorgegebene Strecke zu einer vorgegebenen Zeit. Der Mietwagen wird an festen Stationen zu festen Zeiten übernommen und zurückgegeben. Beim Taxi kommt, was gerade verfügbar ist. Man kann es nehmen oder lassen.

Ein Chauffeurservice hingegen ist ein hochgradig individuelles Produkt, das sich in jedem Moment neu an den Kunden anpasst. 

Abfahrt eine Stunde später? Kein Problem. Der Flug geht jetzt doch von Frankfurt statt München? Kein Problem. Gepäck vorab am Hotel abholen, kurze Lunchbreak unterwegs, WLAN und ein passendes Ladekabel bereit, weil der Chef beim Einsteigen noch im Meeting ist? Alles kein Problem. 

Ein Beispiel ist mir besonders im Kopf geblieben. Viele Gäste betreuen wir seit Jahren und kennen ihre Abläufe: Welche Termine enden meist pünktlich und wo ist unbedingt ein Puffer nötig. An einem Tag wurde eine Sitzung bereits zwei Stunden früher beendet als geplant. Wir waren informiert und rechtzeitig vor Ort. Für ein Taxi/Uber jedoch eine unlösbare Aufgabe – niemand kann früher vor Ort sein, wenn man nicht weiß, dass es ein „früher“ gibt.

Hinzu kommt ein wesentlicher Punkt: die Vielzahl und Qualität der verfügbaren Fahrzeugoptionen – von der Premium-Limousine bis zum VIP-Sprinter für 16 Personen.

Wer zwei Stunden unterwegs ist und in dieser Zeit telefoniert, Unterlagen durchgeht oder ein Meeting abhält, braucht Platz, Ruhe und eine Umgebung, in der das Arbeiten möglich ist. Das ist kein Nice-to-have-Komfortfeature, sondern der Unterschied zwischen zwei verlorenen und zwei nutzbaren Stunden.

Sie verkaufen keine reine Beförderung, sondern Zeit, Verlässlichkeit und Diskretion. Welcher dieser Faktoren ist für Ihre Kunden am wichtigsten? 

Meine Erfahrung ist, dass diese drei nicht nebeneinander stehen, sondern aufeinander aufbauen.

Wenn ich mich entscheiden müsste: Verlässlichkeit. Zeit ist der Anlass, Diskretion die Voraussetzung – aber Verlässlichkeit ist der Grund, warum jemand bleibt. 

Ist der Chauffeurservice ein Luxusprodukt – oder für bestimmte Unternehmen ein wirtschaftlich sinnvolles Arbeitsmittel? 

Beides. Nur nicht gleichzeitig und nicht für dieselben Gäste. 

Es gibt Kunden, die buchen rein anlassbezogen: ein Jubiläum, eine Hochzeit, ein Abend, der besonders sein soll, oder schlicht der Wunsch, komfortabel zu reisen. Das ist Luxus im eigentlichen Sinn, und ich sehe keinen Grund, das kleinzureden. Es ist nur nicht unser Hauptgeschäft.

Der überwiegende Teil unserer Kunden bucht aus betrieblichen Gründen. Neben den Anforderungen an die Dienstleistung selbst spielt dabei die Wirtschaftlichkeit eine Rolle. Hier hilft eine einfache Rechnung: Nehmen Sie die Arbeitsstunde eines Geschäftsführers. Er fährt selbst nach München, zwei Stunden hin und zurück, sofern kein Stau dazwischenkommt, plus Parkplatzsuche, plus die Zeit, in der er sich auf den Termin vorbereiten muss. Rechnen Sie das gegen den Preis einer Fahrt – in dem sämtliche Fahrzeugkosten bereits enthalten sind, nicht nur der Arbeitslohn. 

Dazu kommen Fahrten, die ohne Fahrer gar nicht darstellbar sind. Ein Vorstand fliegt für einige Tage nach New York, der Hinflug startet in München, der Rückflug endet in Frankfurt. Bei manchen Kunden kommen zudem sicherheitsrelevante Anforderungen hinzu – auch das ist ein Grund, warum bestimmte Personen nicht selbst fahren.

Wirklich interessant wird es, wenn man den Gedanken einen Schritt weiterführt: Interne Ressourcen oder externer Dienstleister? 

Manche Unternehmen lösen das intern – eigener Wagen, eigener Fahrer, feste Kosten. Das funktioniert, solange die Auslastung stimmt. Nur ist der Bedarf selten gleichmäßig. In manchen Wochen bräuchte man fünf Fahrzeuge, in anderen keines. Ein eigener Fahrer hat Urlaub, wird krank und hat zwei Tage in der Woche frei. Extern eingekauft, zahlt man für den Bedarf statt für die Kapazität. Das ist keine Luxusentscheidung, sondern dieselbe Überlegung, die Unternehmen bei IT, Fuhrpark oder Reinigung anstellen. Vorausgesetzt, die Qualität stimmt.

Was allerdings stimmt: Das Produkt sieht teurer aus, als es sich rechnet. Ein Fahrer und ein Premiumfahrzeug sind sichtbar, eine eingesparte Stunde nicht. Deshalb wird die öffentliche Diskussion oft über Luxus geführt und selten über die Wirtschaftlichkeit. 

Welche Kundengruppen nutzen Ihren Service heute besonders stark, und wie haben sich deren Erwartungen verändert? 

Der Großteil unserer Kunden hat einen geschäftlichen Hintergrund: Vorstände, Geschäftsführer und VIP-Kunden von Unternehmen aus der Region, internationale Gäste, Delegationen. Dazu kommen Private-Aviation-Gäste, die mit einem Privatflug an- und abreisen, sowie allgemein bekannte Persönlichkeiten (national und international).

Die Erwartungshaltung hat sich in den letzten Jahren stark verändert, vor allem getrieben durch Uber, Blacklane und Co. Digitalisierung und Geschwindigkeit sind zur Normalität geworden. Kurze, unkomplizierte Buchungsabläufe, Statusmeldungen in Echtzeit und ein Fixpreis, der vor Fahrtantritt feststeht, gehören heute zum Alltag. Zu Recht.

Gleichzeitig bewirken die Plattformen aber noch etwas anderes: Sie schärfen das Qualitätsbewusstsein. Gerade in Deutschland erlebt man bei Fahrten über die großen Apps so ziemlich alles – Fahrzeuge in bedenklichem Zustand, Fahrer, die während der Fahrt telefonieren, chatten oder nebenbei Videos schauen, Verständigungsprobleme und so weiter. Wer das einmal erlebt hat, setzt Qualität nicht mehr voraus. Gerade in unserem Bereich wird sie heute sehr viel gezielter gesucht.

Nürnberg ist Messe-, Wirtschafts- und Flughafenstandort. Welche Rolle spielt die internationale Anbindung der Region für Ihr Geschäftsmodell? 

Eine zentrale. Ohne diesen Wirtschaftsraum gäbe es unser Geschäft in dieser Form nicht.

Die Metropolregion ist international deutlich bedeutender, als es ihre Bekanntheit vermuten lässt. Hier sitzen Unternehmen von Weltrang. Wer zu uns reist, kommt nicht selten aus Städten wie New York, Shanghai oder São Paulo. Diese Dichte an internationalen Kontakten auf engem Raum ist eine wichtige Voraussetzung für das, was wir tun.

Der Flughafen Nürnberg ist dabei ein wichtiger Faktor: gut angebunden, kurze Wege, schnelle Abläufe – für Gäste, die europäisch unterwegs sind, oft die angenehmere Alternative zu den großen Drehkreuzen. Dazu kommt der Bereich Private Aviation, der für uns eine ebenso wichtige Rolle spielt. 

Für interkontinentale Gäste sieht es anders aus. Wer aus Übersee anreist, landet häufig in München oder Frankfurt, und damit wird die letzte Etappe zur eigentlichen Frage. Nach Frankfurt gibt es einen Zubringerflug. Nach München nicht – die Strecke wäre dafür ohnehin zu kurz. Genau hier entsteht eine erhebliche Nachfrage. Wer zwölf Stunden geflogen ist, will nicht umsteigen, sondern ankommen. Insofern gehört München für uns fast so selbstverständlich zum Einzugsgebiet wie Nürnberg selbst.

Was viele nicht wissen: Wir betreuen unsere Gäste auch weit darüber hinaus, im In- wie im Ausland. Sie können denselben Ablauf und die gleiche Qualität in London, Wien oder New York erwarten. Dafür arbeiten wir mit einem eigenen Netzwerk sorgfältig ausgewählter Partner.

Zurück in die Region: Der Messestandort ist ebenfalls von Bedeutung – die Spielwarenmesse oder die embedded world spürt man in der ganzen Stadt. Für uns sind solche Wochen wertvoll, aber sie sind nicht das Fundament. Sie erzeugen Spitzen, die wir gerne abdecken. Doch das Fundament sind Kunden, die im März genauso buchen wie im September. Nur dadurch lassen sich überhaupt Kapazitäten vorhalten, die eine Messewoche braucht. 

Der Markt reicht von günstigen Plattformanbietern bis zum Premiumservice. Wie rechtfertigt FIVEWAY seinen Preis? 

Über den Preis wird meist gesprochen, als ginge es um dieselbe Leistung in verschiedenen Preisstufen. Das ist falsch.

Ein gutes Beispiel dafür ist ein Vergleich aus der Gastronomie: McDonald’s vs. Sternerestaurant.

Beide sind Restaurants, beide machen satt – und trotzdem sind es zwei völlig verschiedene Dienstleistungen. McDonald’s verfolgt quantitative Ziele: möglichst schnelles Essen, möglichst viele Gäste. Nachfrage entsteht über Preis und Geschwindigkeit. Im Sternerestaurant hingegen zählen Qualität und Individualität – sowohl bei den Speisen als auch bei der Lokalität. Alleine die Zusammenstellung eines Menüs dauert oft Wochen und erfolgt mit Präzision, Leidenschaft und dem Anspruch, den Gast zu begeistern.

In unserer Branche ist es ähnlich. Die Plattformanbieter sind unser McDonald’s, ein exklusiver Limousinenservice entspricht eher dem Sternerestaurant. Wir haben den Anspruch, ein individuelles Produkt zu liefern, und arbeiten ergebnisorientiert statt auslastungsorientiert. Entsprechend anders sieht die Kostenstruktur aus. 

Wie lässt sich ein sehr persönlicher Service skalieren, ohne dass er austauschbar wird? 

Indem man Skalierung als Qualitätsfrage versteht und nicht als Mengenfrage.

Um erfolgreich zu wachsen, besteht unsere Aufgabe darin, dieselbe Leistung in derselben Qualität häufiger zu erbringen – nicht darin, mehr Aufträge abzuarbeiten und die Auslastung zu maximieren. Ein kleiner, aber entscheidender Unterschied.

Dafür braucht es zwei Dinge: eine sorgfältige Auswahl und Einarbeitung des Teams und einheitlich definierte Prozesse für Vorbereitung, Abstimmung, Abwicklung und Informationsfluss. Ein Ablauf muss unabhängig davon funktionieren, wer ihn ausführt. Sonst ist Qualität kein Merkmal des Unternehmens, sondern das Talent einzelner Personen.

Klar ist allerdings: Ein komplexes, individuelles Produkt lässt sich nur langsam und in begrenztem Maß skalieren.

Schnelles Wachstum braucht ein stark vereinfachtes Konzept. Einfach und in großem Stil duplizieren lässt sich nur, was ohnehin auf Masse ausgelegt ist. Das Produkt selbst wird dort das Ergebnis von Maßnahmen zur Skalierung. 

Um beim vorherigen Bild zu bleiben: Ein Sternerestaurant wächst, indem mehr Köche ein Gericht gleichermaßen beherrschen. Geschmack und Qualität dürfen nicht davon abhängen, wer gerade in der Küche steht. Zur weltweiten Franchise-Kette wird ein solches Haus trotzdem nie. In unserer Branche ist es genauso. 

Was bremst Ihr Wachstum stärker: Fachkräftemangel, Regulierung, hohe Fahrzeugkosten oder die gesellschaftliche Wahrnehmung Ihres Angebots? 

Ganz klar: der gesellschaftliche Vorbehalt und die Regularien. Das eine ist eine Wahrnehmung, die einer sachlichen Entscheidung im Weg steht. Das andere ist ein Regelwerk, das für ein anderes Problem geschaffen wurde. 

Nicht nur der Limousinenservice, sondern die Kategorie Dienstwagen mit Fahrer insgesamt wird häufig emotional diskutiert. Sie gilt als etwas, das man sich gönnt, nicht als etwas, das man sinnvoll einsetzt. Eine betriebliche Entscheidung landet dadurch in einer Debatte, in die sie nicht gehört. 

Eine Software für mehrere tausend Euro, die Prozesse verbessert und ein produktiveres Arbeiten ermöglicht, wird sachlich diskutiert. Über einen Limousinenservice wird gesprochen, als wäre er eine Belohnung. Richtig eingesetzt ist beides ökonomisch sinnvoll. Dennoch wird das eine als Investition wahrgenommen, das andere als Privileg.

Dass das jedoch nicht zwingend so sein muss, zeigt ein Blick in die USA: Dort gehört der Black Car Service bereits fest zum Geschäftsalltag. 

Zu den Regularien: Rechtlich fallen wir in den Bereich Mietwagen des Personenbeförderungsgesetzes. Ein großer Teil dieser Vorschriften existiert, um das Taxigewerbe gegenüber privaten Anbietern wie Uber oder Bolt zu schützen. Für das Taxi sind wir aber weder Alternative noch Konkurrenz: andere Zielgruppe, andere Preise, andere Abläufe. Entsprechend praxisfern sind manche Bestimmungen für uns – halten müssen wir uns trotzdem daran. In der Konsequenz bedeutet das vermeidbare Kosten und mitunter Aufträge, die sich nicht ohne Weiteres annehmen lassen.

Hinzu kommt der Ermessensspielraum der Behörden. Welche Auflagen gelten, entscheidet jede Stadt und jeder Landkreis für sich. Für ein Gewerbe, das nicht an Stadtgrenzen endet, führt das zu Verzerrungen: Wer eine Fahrt von Nürnberg nach München braucht, kann sie ebenso gut bei einem Münchner Anbieter buchen – und der arbeitet möglicherweise unter ganz anderen Voraussetzungen. 

Premiumfahrzeuge und Nachhaltigkeit wirken zunächst wie ein Widerspruch. Wie zeitgemäß kann ein Chauffeurservice ökologisch sein? 

Nachhaltiger als Fahrrad oder Bahn sind wir nicht und werden es auch nie sein. Für jemanden, der einen Chauffeurservice benötigt, sind das allerdings nicht die Alternativen. Wer uns bucht, wäre sonst mit eigenen Ressourcen gefahren. Und da lohnt der Vergleich.

Ein erheblicher Teil der Umweltbilanz eines Fahrzeugs entsteht, bevor es das erste Mal bewegt wird: bei der Herstellung. Dieser Posten fällt an, egal wie viel der Wagen später gefahren wird. Ökologisch ist es also grundsätzlich sinnvoller, wenige Autos viel zu nutzen als viele Autos wenig. Genau das leistet ein externer Dienstleister: Wir nutzen Fahrzeuge über eine Vielzahl von Kunden hinweg. Jeder von ihnen müsste sonst eigene vorhalten, die den Großteil der Zeit stehen würden.

Der zweite Hebel sind Leerkilometer. Jede Fahrt ohne Gast ist ökologisch und wirtschaftlich derselbe Verlust. Reduzieren lassen sie sich nur, indem man Aufträge kombiniert – was bei uns naturgemäß mit großzügigen Puffern geschieht, nicht in enger Taktung. Aber die Gelegenheit ergibt sich regelmäßig, und wir nutzen sie. Ein interner Fahrer hat diese Möglichkeit meist nicht: Seine Rückfahrt ist leer.

Klar ist: Das ökologischste Verkehrsmittel wird ein Limousinenservice nie sein. Er ist aber häufig die ressourcenschonendere Alternative. Und mit dem Fortschreiten der Elektromobilität wird sich diese Rechnung weiter verbessern.

Wo soll FIVEWAY in fünf Jahren stehen – und wird dann noch ein Mensch am Steuer sitzen? 

Ehrlicherweise sind Fünfjahrespläne für ein dynamisches und junges Unternehmen wie uns wohl eher Wunschdenken als realistische Prognose. In den vergangenen Jahren sind wir deutlich schneller gewachsen, als wir erwartet haben – da bin ich vorsichtig mit Zahlen für 2031.

Die Richtung ist aber klar: Natürlich möchten wir bis dahin mehr Kunden betreuen, jedoch mit klarem Fokus auf Tiefe statt Menge.

Unser Ziel ist nicht allein eine höhere Auftragszahl, sondern ein Produkt, das sich individuell in die einzelnen Kunden hineinentwickelt hat. Das gilt ausdrücklich auch für unsere heutigen Kunden – die Zusammenarbeit mit ihnen wollen wir vertiefen, nicht nur fortführen. Denn je besser wir ein Unternehmen und seine Abläufe kennen, desto größer der Mehrwert, den wir dort liefern.

Ob dann noch ein Mensch am Steuer sitzt? Davon gehe ich aus. Zumindest in unserer Branche.

Automatisierung setzt sich dort schnell durch, wo eine Leistung standardisiert abläuft und von einer Maschine besser und zuverlässiger erbracht wird. Nur ist eine Maschine nicht in jedem Fall die richtige Wahl: Ein Bestellterminal bei McDonald’s? Schneller, fehlerfreier, besser. Ein Bestellterminal im Sternerestaurant? Ein Fehler, denn der Mensch ist Teil des Produkts. Ähnlich sehe ich es bei uns.

Dazu kommt ein Thema, das spürbar an Bedeutung gewinnt: Sicherheit wird bei immer mehr Kunden Teil der Anforderung. Das ist der Punkt, der einen Menschen am Steuer auf absehbare Zeit unersetzbar macht. 

Technologisch offen sind wir dennoch. Was uns besser macht, werden wir nutzen.tehender Gebäude wird in den kommenden Jahren eines der spannendsten Themen am Markt sein.


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Beste Grüße & vielen Dank

Constantin Kaindl

Herausgeber

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