In Schulen entscheidet sich oft früher als gedacht, welche Arbeitgeber bei Jugendlichen überhaupt auf dem Radar landen. Maximilian Knack setzt mit der Azubisäule genau dort an: mitten im Schulalltag. Die digitale Säule zeigt Ausbildungsberufe, duale Studiengänge und Praktika nicht erst dann, wenn Schülerinnen und Schüler aktiv suchen, sondern lange vorher – beim Vorbeilaufen, Antippen und Wiedererkennen.
Im Interview mit bürobesuch.de erklärt Maximilian Knack, Gründer und Inhaber der Azubisäule GmbH & Co. KG, warum klassische Stellenanzeigen und einmalige Ausbildungsmessen allein nicht mehr ausreichen, welche Rolle Vertrautheit im Azubi-Recruiting spielt und warum Unternehmen in der Region Nürnberg aus seiner Sicht früher, sichtbarer und verständlicher um junge Talente werben müssen.

Wie würden Sie einer 7-Jährigen erklären, was die Azubisäule macht und was mit digitalen Säulen gemeint ist?
Die Azubisäule ist wie ein riesiges Tablet in der Schule. Da zeigen dir Firmen, was man später, nach der Schule, bei ihnen machen kann.
Du siehst die die Berufe wie Polizistin, Kfz-Mechatronikerin, Pflegefachfrau oder Bürokauffrau immer wieder beim Vorbeilaufen, kannst auch drauf tippen, dir Berufe genauer anschauen und direkt mehr erfahren. Zum Beispiel, was man bei der Arbeit genau macht, was die Firma besonders macht oder wie du dich bewirbst.
Für Kinder gesagt: „Da stehen die Berufe für später schon mitten in der Schule.“
Was bedeutet „Azubi-Recruiting neu gedacht“ für Sie konkret im Jahr 2026?
Nicht mehr warten, bis Jugendliche irgendwann aktiv suchen — sondern viel früher im Kopf die Idee einpflanzen, nach der Schule bei dieser Firma X die Karriere mit einer Ausbildung, einem dualen Studium oder auch erstmal einem Praktikum zu starten.
Die entscheidende Frage ist heute nicht mehr nur: „Wer hat die bessere Stellenanzeige?“
Sondern: „Wer wird überhaupt als attraktiver Arbeitgeber mit Sinn wahrgenommen, bevor die Berufsorientierung richtig losgeht?“
Genau da liegt die Stärke der Azubisäule. Sie bringt Unternehmen direkt in den Schulalltag — nicht einmalig, sondern dauerhaft. So entsteht nicht nur Reichweite, sondern Vertrautheit. Und Vertrautheit ist im Recruiting oft der Anfang von Vertrauen.
Warum ist die Schule aus Ihrer Sicht der wichtigste Ort, um junge Talente zu erreichen?
Weil sich die jungen Talente genau dort mit der Frage „Was mache ich nach der Schule?“ auseinandersetzen und mit zunehmendem Alter spitzt sich diese Frage auch durch den Druck der Schule und dem Umfeld enorm zu. Auch mich hat diese Frage vor allem während der Schulzeit geplagt, bevor ich mich entschieden hatte, eine Ausbildung bei der Bank zu machen.
Den ersten Matchpoint zu der Bank hatte ich genau dort: in der Schule. Sie hat als Ausbildungsbetrieb den sympathischsten Eindruck auf mich gemacht, sodass ich dann auch mein Konto und die Bankverbindung auf diese Bank umgezogen hatte. Privat waren da keine Matchpoints.
Auf TikTok und Instagram suchen Kinder und Jugendliche vor allem Ablenkung. Da ist jedes Katzenvideo und jedes Meme interessanter als ein Standard-Video einer Firma. Das weiß ich aus meiner zusätzlichen Arbeit als Referent zu Social-Media-Nutzung in den Schulen.
Unternehmen investieren also oft viel Geld in Kanäle, auf denen Jugendliche nur dann auftauchen, wenn sie schon aktiv suchen.
Die Schule liegt deutlich davor. Sie ist der Ort, an dem Berufe erstmals sichtbar werden, an dem Namen hängenbleiben und an dem aus „Nie gehört“ plötzlich „Kenn ich“ wird. Wer dort sichtbar wird, ist nicht einer von vielen — sondern einer der ersten. Und genau das ist in einem umkämpften Ausbildungsmarkt ein riesiger Vorteil.
Wie helfen digitale Säulen in Schulen konkret dabei, Azubis zu gewinnen?
Die Azubisäule verbindet zwei Dinge, die im Recruiting extrem stark sind: passive Sichtbarkeit und aktive Interaktion.
Passiv heißt: Schülerinnen und Schüler laufen jeden Tag daran vorbei. Namen, Logos, Berufe und Arbeitgeber brennen sich ein — ganz ohne, dass aktiv gesucht wird.
Es muss kein Personal und Material für eine insgesamt teure Messe aufgewendet werden – das Unternehmen ist zusätzlich zu Messeauftritten immer präsent und wenn dann die Messe stattfindet, hatte der Schüler den Betrieb schon ganz oft wahrgenommen. Folge: die Schwelle für ein Gespräch sinkt für beide Seiten. Es ist ein Dominoeffekt.
Aktiv heißt: Wenn Interesse da ist, können sie direkt per Touch tiefer einsteigen, Berufe ansehen und auf die Karriereseite des Unternehmens gehen – sich theoretisch auch über die Azubisäule bewerben.
Das ist genau der Punkt: Die Azubisäule ist nicht nur Azubi-Marketing. Sie ist eine Verbindung von der ersten Sichtung zum echten Interesse. Außerdem ist sie eine direkte Brücke zwischen dem Betrieb und den Schüler/innen. Das Sekretariat der Schule wird übersprungen – der Betrieb weiß: ich habe die Anzeige gebucht und sie kommt auch wirklich in der Schule an.
Sonst weiß ich als Betrieb nicht wirklich, was mit meiner Anzeige passiert, wenn ich sie einfach an die Schule schicke. Die Schulen haben zu viele andere Aufgaben und oft verläuft die Bitte um Weitergabe im Sand. Die Azubisäule löst dieses Problem.
[stu alias=“interview“]
Maison Gabriel: Verlobungsringe mit Beratung in Nürnberg

Wer in der Metropolregion Nürnberg eine besondere Entscheidung vorbereitet, findet mit Maison Gabriel eine neue Adresse für hochwertige Verlobungsringe mitten in der Nürnberger Innenstadt. Im neu gegründeten Kuhnle Gold Boutique in der Kaiserstraße 42 verbindet Gründer und Inhaber Gabriel Kuhnle persönliche Beratung, zeitloses Design und moderne Labordiamanten.
Gerade für vielbeschäftigte Entscheiderinnen und Entscheider bietet der Showroom einen klaren Vorteil: Ringe, Materialien und Steingrößen können vor Ort direkt verglichen werden, offene Fragen lassen sich im persönlichen Termin effizient klären. Die Kollektion basiert auf sieben zeitlosen Ringmodellen, die individuell angepasst werden können – etwa bei Goldfarbe, Steinform, Ringbreite oder Pavé-Besatz.
Maison Gabriel setzt bewusst auf Labordiamanten, die chemisch und physikalisch echte Diamanten sind und häufig einen größeren Stein zu einem attraktiveren Preis ermöglichen. Auch Altgold oder Erbschmuck kann auf Wunsch in ein neues Schmuckstück einfließen.
(Anzeige)
Warum funktionieren klassische Wege der Azubi-Suche heute oft nicht mehr?
Weil sie nicht mehr zur Lebensrealität der Generation Z und der kommenden Generation Alpha passen.
Kaum jemand liest noch ernsthaft Stellenanzeigen in der Zeitung, und auch Jobbörsen setzen voraus, dass Jugendliche bereits aktiv suchen. Genau das tun viele aber nicht. Sie sind im Social-Media-Dauerstrom aufgewachsen, von Reizen und KI geprägt – Aufmerksamkeit muss heute erst einmal gewonnen werden.
Dazu kommt: Viele junge Menschen haben Hemmungen, aktiv auf Unternehmen zuzugehen, sei es persönlich oder telefonisch. Deshalb reicht es nicht mehr, einfach nur ein Angebot online zu stellen.
Genau darüber spreche ich auch in meinen Seminaren und Workshops für Unternehmen: Azubi-Recruiting muss neu gedacht werden. Es geht nicht nur um das richtige Medium, sondern auch um die richtige Ansprache. Eine Stellenanzeige muss zur Zielgruppe passen, verständlich, attraktiv und relevant sein. Dabei unterstützen wir Betriebe auf Wunsch auch ganz konkret mit unserem Kreativstudio und erstellen aufmerksamkeitsstarke Anzeigen als Video oder Bild.
Denn wer heute eine starke Arbeitgebermarke aufbauen will, braucht mehr als Reichweite – es braucht ein echtes Verständnis für die jungen Menschen von heute.
Um die jungen Menschen zu motivieren und diese nach der Ausbildung zu halten, müssen aber auch diese ins Boot geholt werden, weswegen ich auch energiegeladene Impulsvorträge und Workshops für die Azubis mache, die das Verständnis für ältere Generationen und die intrinsische Motivation wecken.
Welche Rolle spielt Sichtbarkeit im Schulalltag für die Berufswahl?
Eine enorme. Es ist genau die entscheidende Sichtbarkeit. Die Schule ist genau der Ort, wo Berufsorientierung wirklich stattfindet und wo sich die Gedanken um die Zeit danach drehen.
Außerdem werden Smartphones und deren Nutzung zunehmend aus Schulen verdrängt.
Die Unternehmen, die in der Schule sichtbar sind, stehen also fernab der Reizüberflutung auf Social Media während der Schulzeit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Auch können Lehrkräfte oder BO-Beauftragte an den Schulen ihre Aufgabe erfüllen, indem sie die Azubisäule als Anker in der Berufsorientierung verwenden und immer wieder auf diese dort präsenten Betriebe verweisen. Die Unternehmen werden präsent für die ganze Schulfamilie. Das hat einen echten Impact auf die Region und eine Stärkung der Arbeitgebermarke zur Folge.
Wie unterscheidet sich die Azubisäule von Jobbörsen oder Ausbildungsmessen?
Das sind einzelne Events. Die Azubisäule ist dauerhafte Präsenz im echten Lebensraum der Zielgruppe. Das ist der große Unterschied.
Sie ist:
- nicht punktuell, sondern permanent
- nicht rein digital irgendwo im Netz, sondern physisch vor Ort
- nicht nur Information, sondern auch Interaktion
- und vor allem: nicht erst relevant, wenn aktiv gesucht wird. Tatsächlich sehen schon Fünftklässler die Anzeigen und auch die werden ruckzuck zu Neuntklässlern.
Ich sage es gern so: Eine Messe ist ein Moment. Die Azubisäule ist ein Platz im Alltag.
Wie tickt die Generation Z, wenn es um Ausbildung und Jobs geht?
Die Generation Z will nicht einfach irgendeinen Job. Sie will Orientierung, Ehrlichkeit und ein Gefühl dafür, ob etwas zu ihr passt.
Ich glaube, wir sollten inzwischen aber schon deutlich stärker auf die Generation Alpha schauen – also auf die, die als Nächstes in diese Entscheidungen hineinwächst. Denn sie wird noch digitaler, noch stärker von KI, Social Media und permanenten Reizen geprägt sein.
Genau damit beschäftige ich mich intensiv, unter anderem auch in Tages-Workshops mit einer bekannten Wirtschaftspsychologin. Dabei wird sehr deutlich: Wer junge Menschen künftig erreichen will, muss sie tiefer verstehen – nicht nur ihre Mediennutzung, sondern auch ihre Ängste, Erwartungen und ihr Bedürfnis nach Sinn, Klarheit und echter Orientierung.
Sie haben eine Empfehlung für einen Interviewpartner für uns? Dann schreiben Sie uns gerne eine Mail an presse@buerobesuch.de.
Wie hat Ihnen unser Interview gefallen? Schreiben Sie Ihr Feedback gerne an constantin.kaindl@buerobesuch.de. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.
PS: Wir freuen uns, wenn Sie unseren Newsletter weiterempfehlen und weiterschicken.
Beste Grüße & vielen Dank
Constantin Kaindl
Herausgeber

[/stu]
