Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
in diesem Bürobesuch.de-Newsletter fassen wir Ihnen einmal pro Woche die wichtigsten Wirtschafts-Nachrichten aus der Region rund um Nürnberg zusammen.
Die Themen:
- nyoo erwirbt Grundstück in Nürnberg-Schweinau für Wohnprojekt mit 140 Einheiten
- Johannes Ehrnsperger von Neumarkter Lammsbräu unter den W&V Top 100
- Startup Insider: ZOHO.VC erreicht 70 Prozent des Fondsvolumens vor Final Closing
- Dorfner übernimmt Reinigung von 21 Sparkassenfilialen in Oberfranken
- Schwaches Konjunkturumfeld belastet Ergebnis der TeamBank
nyoo erwirbt Grundstück in Nürnberg-Schweinau für Wohnprojekt mit 140 Einheiten
Die Nyoo Real Estate GmbH (nyoo), Teil der bundesweit tätigen Instone Group, hat ein rund 4.970 m² großes Grundstück an der Lochnerstraße im Nürnberger Stadtteil Schweinau von der KIB-Gruppe erworben. Das Areal befindet sich auf einer ehemals gewerblich genutzten Konversionsfläche, die im Rahmen einer Gesamtentwicklung bereits weitgehend erschlossen ist. Geplant ist die Entwicklung von rund 140 freifinanzierten Wohnungen innerhalb einer bestehenden Quartiersstruktur. Die Lage in einem gewachsenen Umfeld mit Wohnbebauung, Kita und Nahversorgung bietet laut Unternehmen solide Grundlagen für eine strukturierte Weiterentwicklung auf Basis des bestehenden Bebauungsplans. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt schrittweise und in enger Abstimmung mit der Stadt Nürnberg.
Vorgesehen ist eine an das Quartier angepasste Blockrandstruktur mit einem Wohnungsmix aus 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen, die allesamt barrierefrei konzipiert sind. Bestandteil der Planung ist ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept mit Fernwärme, Photovoltaik, Regenwassermanagement und Dachbegrünung. Angestrebt werden der EH40-Standard sowie eine QNG-Zertifizierung. Der Stadtteil Schweinau verfügt über eine gute Anbindung an Bus, U- und Straßenbahn; zentrale Ziele sind ohne Auto erreichbar. Bis Ende 2026 sollen die planungsrechtlichen Grundlagen weiter präzisiert werden, der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen.
Johannes Ehrnsperger von Neumarkter Lammsbräu unter den W&V Top 100
Johannes Ehrnsperger, Inhaber der Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG, ist vom W&V Magazin in die Liste der #wuvTop100 aufgenommen worden. Wie er in einem aktuellen LinkedIn-Post mitteilt, würdigt das Magazin damit Persönlichkeiten, die mit Haltung, Mut und klarer Ausrichtung vorangehen. Ehrnsperger verweist darauf, dass Neumarkter Lammsbräu im Jahr 2025 „gleich doppelt neue Wege“ gegangen sei und zugleich den eigenen Werten treu geblieben sei. Dazu zählt eine Gemeinwohlprämie von über 300.000 Euro für Bio-Landwirtinnen und Bio-Landwirte zur Anerkennung ihrer Nachhaltigkeitsleistungen.
Zudem hebt Ehrnsperger die Einführung des neuen Markenbotschafters „Lämmi“ sowie die bislang größte Kampagne der Unternehmensgeschichte hervor. Damit habe man gezeigt, dass Bier- und Nachhaltigkeitskommunikation humorvoll, modern und zugleich werteorientiert gestaltet werden könne. Die Auszeichnung versteht er als Bestätigung des eingeschlagenen Weges, betont jedoch ausdrücklich die Teamleistung. Namentlich dankt er Kathrin Englmann-Moosburger, Sebastian Zapf und Anna Neubauer und stellt heraus, dass der Erfolg ohne die treibenden Köpfe hinter „Lämmi“ und der Gemeinwohlprämie nicht möglich gewesen wäre.
Startup Insider: ZOHO.VC erreicht 70 Prozent des Fondsvolumens vor Final Closing
Wie das Branchenmedium Startup Insider berichtet, hat der neue Venture-Capital-Arm ZOHO.VC des ZOLLHOF – Tech Incubator in Nürnberg bereits zehn Monate vor dem Final Closing rund 70 Prozent des Zielvolumens eingesammelt. In einem Marktumfeld, in dem viele Fonds nicht einmal ihr First Closing erreichen, setzt das Team damit ein deutliches Signal. General Partner Dennis Kirpensteijn erklärt im Gespräch mit Startup Insider, dass der Fonds auf Deep-Tech-Startups und universitäre Spin-offs spezialisiert ist. Finanziert wird ZOHO.VC vor allem durch Family Offices und Familienunternehmen aus der Region, was die starke regionale Verankerung unterstreicht.
Zu den ersten Investments zählt Merge Labs, das neue Startup von Sam Altman und FAU-Alumnus Alex Blania. Der Kontakt kam über das Hochschul-Netzwerk des ZOLLHOF zustande. Im Interview spricht Kirpensteijn zudem über antizyklisches Fundraising, die Rolle regionaler Kapitalgeber sowie die Hintergründe des Deals. Damit beleuchtet Startup Insider, wie ein regional verankerter Fonds auch in einem herausfordernden Marktumfeld frühzeitig Investoren überzeugen kann.
Dorfner übernimmt Reinigung von 21 Sparkassenfilialen in Oberfranken
Die Dorfner Gruppe verantwortet seit November 2025 die Reinigung von 21 Sparkassenfilialen im Raum Kulmbach-Kronach. Nach einer erfolgreichen Start- und Einarbeitungsphase zieht das Nürnberger Unternehmen eine positive Zwischenbilanz. Die Einsätze wurden im Vorfeld in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber geplant, Mitarbeitende gezielt vorbereitet. Unterschiedlich große Standorte, individuelle Anforderungen sowie koordinierte Einsatzzeiten machten eine präzise Organisation erforderlich. „Der gleichzeitige Start an so vielen Standorten war organisatorisch anspruchsvoll“, erklärt Nicole Wolf, Regionalleiterin der Dorfner Gruppe Region Ost.
Auch seitens der Sparkasse fällt das Fazit positiv aus. Ann-Kathrin Otte aus Bauorganisation und Verwaltung bestätigt, dass Dorfner die vereinbarten Leistungen zuverlässig und in hoher Qualität erbringt. Mit dem gelungenen Projektstart und den ersten Monaten im Regelbetrieb sei eine verlässliche Grundlage für die weitere partnerschaftliche Zusammenarbeit in der Region geschaffen worden. Die Dorfner Gruppe zählt mit einem Gesamtumsatz von rund 350 Millionen Euro (2024) und knapp 11.000 Mitarbeitenden zu den führenden Gebäudedienstleistern in Deutschland.
Schwaches Konjunkturumfeld belastet Ergebnis der TeamBank
Die anhaltend schwache Konjunktur hat die Geschäftsentwicklung der TeamBank im Jahr 2025 deutlich beeinflusst. Das Ergebnis vor Steuern lag bei -29 Millionen Euro (2024: 23 Millionen Euro). Hauptursache war das weiterhin herausfordernde gesamtwirtschaftliche Umfeld, das eine umsichtige Kreditrisikosteuerung erforderte. Das Neugeschäft reduzierte sich um -9,4 Prozent, der Bestand lag bei 9,1 Milliarden Euro (-3,7 Prozent). Die Kundenzahl bewegte sich mit rund 1,067 Millionen nahezu auf Vorjahresniveau (-0,4 Prozent). Der Rohertrag sank um -4,2 Prozent auf 476 Millionen Euro. Gleichzeitig blieb der Risikovorsorgeaufwand mit 233 Millionen Euro konjunkturbedingt hoch. Die Bilanzsumme verringerte sich leicht auf 10,5 Milliarden Euro.
Trotz des schwierigen Marktumfelds sieht sich die TeamBank strategisch gut positioniert. Das vollständig digitale und skalierbare Geschäftsmodell soll die Wettbewerbsfähigkeit der genossenschaftlichen FinanzGruppe im Konsumkreditgeschäft stärken. Im Berichtsjahr wurden 200 Millionen Euro Provisionen an die Partnerbanken ausgeschüttet. Der Verwaltungsaufwand sank leicht auf 279 Millionen Euro, die Cost-Income-Ratio lag bei 57,7 Prozent. Vorstandsvorsitzender Christian Polenz betont, dass das Geschäftsmodell auch unter fordernden Bedingungen stabil sei. Mit weiterentwickelten, kundenzentrierten Lösungen reagiert die Bank auf den strukturellen Wandel im Konsumkreditmarkt und steuert ihr Geschäft in der aktuellen Lage bewusst mit Augenmaß.
Sie haben ein Unternehmen in der Region und möchten in diesem Newsletter stattfinden? Nehmen Sie presse@buerobesuch.de in Ihren Verteiler auf!
Wie hat Ihnen unser Nachrichtenüberblick gefallen? Schreiben Sie gerne an constantin.kaindl@buerobesuch.de. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.
PS: Wir freuen uns, wenn Sie unseren Newsletter weiterempfehlen und weiterschicken.
Einen guten Start in die Woche wünscht
Constantin Kaindl
Herausgeber
