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KW 9: Das sind die wichtigsten Wirtschafts-Nachrichten aus der Region rund um Nürnberg

  • Schaeffler verlängert Verträge der Automotive-Vorstände und kündigt neuen Produktionsstandort in den USA an
  • Erfolgreiche Finanzierungsrunde: VITAS sichert sich 3,1 Mio. Euro
  • Veronika Grimm in den Aufsichtsrat von Siemens Energy gewählt
  • Puma mit starkem Umsatzwachstum 2023
  • Neues Bürobesuch-Porträt mit Sophie Bermüller und Matthias Niemeyer
  • 75 Jahre Dorfner Gruppe
  • Haba beendet Insolvenz: Neuausrichtung und Zukunftsvision
  • Partyartikel-Händler Feiermeier meldet Insolvenz an
  • CodeCamp:N bekommt neuen Geschäftsführer

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Schaeffler verlängert Verträge der Automotive-Vorstände und kündigt neuen Produktionsstandort in den USA an

Der Herzogenauracher Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler wartete vergangene Woche gleich mit zwei wichtigen Meldungen auf: Zum einen verlängern Automotive-Vorstände Matthias Zink und Jens Schüler mit Wirkung zum 1. Januar 2025 um weitere fünf Jahre. Matthias Zink (54) ist seit dem 1. Januar 2017 Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG und CEO der Sparte Automotive Technologies. Jens Schüler (49) wurde zum 1. Januar 2022 in den Vorstand der Schaeffler AG berufen und verantwortet seitdem als CEO das globale Automotive-Aftermarket-Geschäft der Schaeffler Gruppe, das zum 1. März 2024 in Vehicle Lifetime Solutions umbenannt wird. 

Zum anderen wurde ein neuer Automotive-Produktionsstandort in den USA angekündigt. Bis zum Jahr 2032 sollen in Dover, Ohio rund 650 Entwicklerinnen und Entwickler „an der Mobilität der Zukunft arbeiten“, wie Schaeffler in einer Pressemitteilung schreibt. Im neuen Werk sollen Komponenten und Systeme für automobile Elektromobilität produziert werden. Bis 2032 sollen zu diesem Zweck über 230 Millionen Euro investiert werden. Der Bau des neuen Standorts wird Mitte 2024 beginnen und soll planmäßig im dritten Quartal 2025 abgeschlossen sein. 

„Das neue Werk wird unsere Zukunft in der Region Americas wesentlich mitgestalten“, betont Marc McGrath, Regional CEO Americas. „Mit unserem neuen Standort in Dover, Ohio, möchten wir unser innovatives Produktangebot weiterentwickeln. Der Einsatz hochmoderner Produktionsprozesse wird sicherstellen, dass wir unsere Kunden noch besser bedienen und die Mobilität der Zukunft nachhaltig gestalten“, so Marc McGrath weiter.

Erfolgreiche Finanzierungsrunde: VITAS sichert sich 3,1 Mio. Euro

Das Nürnberger Start-up VITAS hat erfolgreich eine Seed-Extension-Finanzierungsrunde mit einer Investition von 3,1 Millionen Euro abgeschlossen. Die Finanzierung, angeführt von Ceasar Ventures und unterstützt von Bayern Kapital, Müller Medien sowie mehreren Business Angels, zielt darauf ab, die Entwicklung und den Einsatz von KI-basierten Telefonassistenten voranzutreiben. VITAS bietet eine No-Code-Plattform an, mit der Unternehmen und öffentliche Einrichtungen individuelle KI-Assistenten für telefonische Dienste konfigurieren können. Die Lösung findet bereits breite Anwendung in verschiedenen Sektoren, insbesondere im Gesundheitswesen, wo sie Routineanrufe automatisiert und Personal entlastet. CEO Thomas Abend betont den Fokus auf Datenschutz und IT-Sicherheit, hervorgehoben durch die ISO-27001-Zertifizierung und die Unabhängigkeit von ausländischer Drittsoftware. Die zusätzlichen Mittel werden primär in Teamerweiterungen und die Plattformentwicklung investiert, um die Servicequalität weiter zu verbessern und telefonische Wartezeiten zu reduzieren.

Veronika Grimm in den Aufsichtsrat von Siemens Energy gewählt

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm wurde von der Aktionärshauptversammlung von Siemens Energy in den Aufsichtsrat gewählt. „Siemens Energy gehört für mich zu den weltweit spannendsten Unternehmen. Mit seinem umfassenden Portfolio spielt es eine entscheidende Rolle bei der globalen Verwirklichung der Energiewende“ wird das neue Aufsichtsratmitglied zitiert. Brisant: Die Siemens AG stimmte mit der Begründung eines „Interessenkonflikts“ nicht für Grimm.

Zuvor gab es Kritik seitens ihrer Kolleginnen und Kollegen beim Sachverständigenrat zur Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung, der die Bundesregierung berät. Sie sahen in der Annahme der Position bei Siemens mögliche Interessenkonflikte heraufziehen.

Veronika Grimm erklärte, eine Compliance-Prüfung mit negativem Ergebnis vorgenommen zu haben und selbst auch keinen Konflikt zu sehen. „Möglicherweise hat zu dem Unmut im Sachverständigenrat beigetragen, dass Grimm in der Beurteilung mancher Themen zu anderen Schlüssen kommt als andere Mitglieder im Rat“, schrieb BR24 zu der Thematik.

Puma mit starkem Umsatzwachstum 2023

Puma konnte im volatilen Jahr 2023 ein starkes Umsatzwachstum erzielen – trotz eines volatilen Umfelds. Vor allem die außergewöhnlich starke Abwertung des argentinischen Pesos belastete das Geschäft. Trotzdem konnten folgende Kennzahlen erzielt werden:

  • Währungsbereinigte Umsätze steigen um 6,6 % auf € 8.602 Millionen, trotz volatilem Umfeld 
  • Bereinigt um die außergewöhnliche Abwertung des Argentinischen Peso wäre der Umsatz um mehr als 8 % gestiegen
  • Nachteilige Währungseffekte belasten Umsatz mit mehr als € 400 Millionen
  • Rohertragsmarge steigt um 20 Basispunkte auf 46,3 % infolge von Preisanpassungen und vorteilhaften Regional- und Vertriebskanal-Mix-Effekten, trotz starker negativer Währungseffekte
  • Operatives Ergebnis (EBIT) von € 622 Millionen vollkommen im Rahmen des Ausblicks (€ 590 bis 670 Millionen) infolge der verbesserten Rohertragsmarge und strikter Kostendisziplin
  • Bereinigt um die außergewöhnliche Abwertung des Argentinischen Peso läge das EBIT über dem Vorjahreswert (€ 641 Millionen
  • Freier Cashflow mehr als verdoppelt auf € 369 Millionen
  • Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende in Höhe von € 0,82 pro Aktie für das Geschäftsjahr 2023 vor
  • Ausblick 2024: währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und EBIT zwischen € 620 Millionen und € 700 Millionen

„In einem volatilen Marktumfeld, das Auswirkungen auf unsere gesamte Industrie hatte, verzeichnete PUMA ein starkes Umsatzwachstum und – trotz signifikanter negativer Währungseffekte – eine Profitabilität vollkommen im Rahmen unseres Ausblicks. Ohne die außergewöhnliche Abwertung des Argentinischen Peso, die eine signifikante einmalige Auswirkung auf die Rechnungslegung mit sich brachte, wäre das Ergebnis noch stärker gewesen. Dieses Ergebnis spiegelt PUMAs starke, zugrundeliegende Perfomance wider. Das konnten wir nur mit unserer fantastischen PUMA-Familie und unseren großartigen Partnern schaffen“, so Arne Freundt, CEO PUMA SE.

Neues Bürobesuch-Porträt mit Sophie Bermüller und Matthias Niemeyer

Sophie Bermüller und Matthias Niemeyer sind mehr als nur Architekten. Sie sind Schöpfer von Identität und Verfechter der Nachhaltigkeit. In der Bermüller + Niemeyer Architekturwerkstatt entwerfen sie nicht nur Gebäude, sie gestalten Lebensräume. Im neuen Bürobesuch-Portrait erzählen sie von ihrer Zusammenarbeit, ihren Triebfedern und den Herausforderungen, die sie bereits gemeistert haben.

75 Jahre Dorfner Gruppe

Am 1. März 1949 gründete der Nürnberger Gebäudereinigermeister Hans Dorfner einen kleinen Handwerksbetrieb in Nürnberg. Märchenhaft schnell stellte sich für den Jungunternehmer der erste Erfolg ein. So kamen immer mehr Mitarbeiter zum Unternehmen, immer größere Umsätze konnten erzielt werden. Denn der Nachkriegs-Bauboom beschleunigte das Wachstum immens.

Inzwischen zählt die Dorfner Gruppe mit einem Gesamtumsatz von Rund 303 Millionen Euro zu den führenden Gebäudedienstleistern in Deutschland. Nun feiert das Unternehmen 75-jähriges Bestehen – und gibt einen kurzen Ausblick in die Zukunft. Gesamtgeschäftsführer Peter Engelbrecht sieht die Nürnberger in der Jubiläums-Pressemitteilung gut gerüstet. Der Masterplan 2033 – bürobesuch.de berichtete – beschreibt die kurz-, mittel- und langfristigen Ziele in den wichtigsten Handlungsfeldern der Dorfner Gruppe – Digitalisierung, Organisationsstruktur, Nachhaltigkeit und dem gesamten Bereich der Wissensvermittlung und Personalarbeit: „Wir haben in den letzten Jahren sehr intensiv daran gearbeitet, uns auf allen Ebenen maximal widerstandsfähig und jederzeit handlungsfähig aufzustellen. Vor den riesigen Herausforderungen durch die geopolitischen Entwicklungen wie Kriege, Wirtschafts- und Rohstoffkrisen, die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt oder die Auswirkungen des Klimawandels ist das von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig steht die Fokussierung auf den digitalen Wandel ganz oben auf unserer Tagesordnung“, so der Geschäftsführer.

Haba beendet Insolvenz: Neuausrichtung und Zukunftsvision

Die Haba Familygroup hat das Insolvenzverfahren erfolgreich abgeschlossen und kündigt wichtige Veränderungen an. Nach der Überwindung finanzieller Schwierigkeiten setzt das fränkische Traditionsunternehmen nun auf neue Aufträge und fokussiert sich auf Möbel für Kitas und Ganztagseinrichtungen sowie hochwertige Spielwaren. Ein Lenkungsausschuss wird zukünftig die Geschäftsführung unterstützen. Haba strebt eine klare Markenpositionierung, nachhaltige Kostenstrukturen und eine verlässliche Außendarstellung an, ohne konkrete wirtschaftliche Ziele für 2024 zu nennen. Der Fokus liegt auf Konsolidierung und dem Wiederaufbau des Vertrauens.

Partyartikel-Händler Feiermeier meldet Insolvenz an

Der mit neun Filialen in Bayern überregional bekannte Nürnberger Partyartikel-Händler Feiermeier hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen stellt normalerweise Partydekoration, Luftschlangen, Kostüme, Dekos für verschiedene Feiern oder auch Ballons und Pinatas bereit, nun ist es in eine Abwärtsspirale geraten. Die genauen Gründe werden derzeit noch vom Amtsgericht Nürnberg berufenen Insolvenzverwalter Daniel Barth analysiert. Die Gehälter der 87 Beschäftigten seien über das Insolvenzgeld gesichert, so zumindest der aktuelle Stand.

Der Betrieb werde indes uneingeschränkt fortgeführt, so der Insolvenzverwalter. „Die Filialen bleiben geöffnet und die Kunden können wie gewohnt einkaufen.“

CodeCamp:N bekommt neuen Geschäftsführer

Bernd Preuschoff übernimmt seit dem 1. März die Rolle des Geschäftsführers bei CodeCamp:N in Nürnberg. CodeCamp:N ist ein IT- und Digitaldienstleister, der zur NÜRNBERGER Versicherung gehört und sich auf die Unterstützung von Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation spezialisiert hat. Das Unternehmen entwickelt maßgeschneiderte Softwarelösungen, vor allem in den Bereichen Cloud und künstliche Intelligenz (KI), und zielt darauf ab, Organisationen im Versicherungs-, Gesundheits- und Bankensektor bei der Modernisierung ihrer Prozesse zu unterstützen. Preuschoff tritt einem Team aus etwa achtzig Mitarbeitern bei und wird zusammen mit den Co-Geschäftsführern Florian Zenk, Sandra Hasslinger und Gerlinde Wanke arbeiten. Vor seinem Wechsel zu CodeCamp:N war Preuschoff Mitgründer der F.ECTIVES GmbH.


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