Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
in diesem Bürobesuch.de-Newsletter fassen wir Ihnen einmal pro Woche die wichtigsten Wirtschafts-Nachrichten aus der Region rund um Nürnberg zusammen.
Die Themen:
- Playmobil-Hersteller Brandstätter meldet erneut Verluste
- Richtfest für Wohnprojekt „4Living“ in Nürnberg-Mögeldorf
- Digitale Verwaltung verständlich gestalten
- Schultheiß Projektentwicklung trauert um Prokuristin Michaela Spath
- KURZ erhält Deutschen Innovationspreis für nachhaltige Oberflächenlösung
- Jahresempfang des IHK-Netzwerks „Frauen Unternehmen Wirtschaft“ diskutiert Rollenbilder
Playmobil-Hersteller Brandstätter meldet erneut Verluste
Die Horst Brandstätter Group aus Zirndorf bleibt weiter in den roten Zahlen. Im Geschäftsjahr 2024/2025 erzielte der Hersteller von Playmobil, Lechuza und dem Playmobil-FunPark einen Umsatz von 409 Millionen Euro – nach 449 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatzrückgang habe sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren allerdings abgeschwächt, teilte das Unternehmen mit. Die Gruppe begründet das negative Ergebnis mit hohen Investitionen in die strategische Neuausrichtung, Produktinnovationen und strukturelle Veränderungen. Konkrete Angaben zur Höhe der Verluste macht das Unternehmen weiterhin nicht. Gleichzeitig verweist die Brandstätter Group auf steigende Energie- und Infrastrukturkosten in Deutschland und Europa, die zusätzlichen Druck auf die Geschäftsentwicklung ausübten.
Für Aufmerksamkeit in der Region sorgt weiterhin die Schließung des Playmobil-Werks in Dietenhofen im Landkreis Ansbach. Ende Juni endet dort die Produktion, betroffen sind rund 350 Beschäftigte. Ab Juli sollen die Figuren auf Malta und in Tschechien hergestellt werden. Gleichzeitig setzt Playmobil auf neue Kooperationen und das Lizenzgeschäft. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erscheint eine Figurenserie rund um die deutsche Nationalmannschaft, im September soll zudem erstmals eine Bundesliga-Sammelserie aller Clubs folgen. Partnerschaften mit Mattel und der WWE sollen weitere Zielgruppen ansprechen. Als wichtigen Meilenstein bezeichnet das Unternehmen außerdem die geplante Einführung von Playmobil hi!, einem interaktiven Spielsystem ohne Bildschirm.
Richtfest für Wohnprojekt „4Living“ in Nürnberg-Mögeldorf
Im Nürnberger Stadtteil Mögeldorf haben die Wohnbau GmbH und der Wohnentwickler Instone Real Estate Richtfest für das Wohnquartier „4Living“ gefeiert. Auf dem rund 9.300 Quadratmeter großen Areal in der Eslarner Straße entstehen vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 167 Mietwohnungen. Davon sind 95 Wohnungen einkommensorientiert gefördert, 72 Einheiten werden freifinanziert vermietet. Die Wohnungen reichen von einem bis fünf Zimmern bei Wohnflächen zwischen 30 und 118 Quadratmetern. Die Fertigstellung des Projekts ist für Mitte 2027 vorgesehen. Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König bezeichnete das Quartier als wichtigen Beitrag für den angespannten Wohnungsmarkt in der wachsenden Stadt.
Das Quartier setzt auf eine vollständig fossilfreie Energieversorgung durch eine Biomasse-Heizanlage und erreicht den KfW-55-EE-Effizienzhaus-Standard. Extensive Dachbegrünungen, begrünte Außenanlagen sowie der Erhalt bestehender Bäume sollen die Wohnqualität zusätzlich steigern. Geplant sind außerdem 84 Tiefgaragenstellplätze und 257 Fahrradstellplätze. Die Projektpartner heben insbesondere die gute Lage mit direkter Nähe zum S-Bahnhof, zu Schulen, Einkaufsmöglichkeiten sowie zu Naherholungsgebieten wie dem Lorenzer Reichswald und den Pegnitzwiesen hervor. Laut Instone entsteht mit „4Living“ ein konkreter Beitrag für mehr bezahlbaren Wohnraum in der Metropolregion Nürnberg.
Digitale Verwaltung verständlich gestalten

Wie wird aus Papier eine moderne digitale Verwaltung?
Nicht durch einzelne Maßnahmen wie Scannen oder Archivieren, sondern durch aufeinander abgestimmte digitale Prozesse, strukturierte E‑Akten und integrierte Fachverfahren.
Bei dieser Veranstaltung zeigt die page one GmbH, wie Behörden den nächsten Schritt in der digitalen Transformation gehen können – praxisnah, verständlich und nachvollziehbar dargestellt.
Wann: 11. Juni 2026, 09:00–14:00 Uhr
Wo: page one · Schwabacher Straße 3 · Nürnberg
Vorgestellt werden die Lösungen scannerbox., belegebox. und printerbox. – von der E‑Akte über den digitalen Posteingang bis hin zum Postausgang. Zusätzlich wird über den aktuellen Stand der TR‑RESISCAN‑Zertifizierung nach VOI informiert, die sich in der Abschlussphase befindet und zum Zeitpunkt der Veranstaltung vorliegen wird.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Die Veranstaltung richtet sich an Behörden sowie Verantwortliche aus den Bereichen Organisation, IT und Digitalisierung.
Schultheiß Projektentwicklung trauert um Prokuristin Michaela Spath
Die Schultheiß Projektentwicklung AG nimmt Abschied von ihrer langjährigen Mitarbeiterin Michaela Spath, die im Alter von nur 37 Jahren verstorben ist. Das Unternehmen zeigte sich in einer Mitteilung tief betroffen über den frühen Tod der Kollegin. Über mehr als 13 Jahre hinweg sei sie ein prägender Teil des Unternehmens gewesen und habe die Entwicklung der Schultheiß Projektentwicklung maßgeblich mitgestaltet.
Michaela Spath war zuletzt als Marketingleitung und Prokuristin tätig. Laut Unternehmen zeichnete sie sich durch großes Engagement, fachliche Kompetenz und einen klaren Blick für das Wesentliche aus. Besonders hervorgehoben werden zudem ihre Herzlichkeit, ihre hilfsbereite Art und ihr fröhliches Wesen. Die Schultheiß Projektentwicklung betont, dass sie sowohl fachlich als auch menschlich eine große Lücke hinterlasse. Geschäftsleitung und Team erklärten, man werde ihr ein ehrendes Andenken bewahren.
KURZ erhält Deutschen Innovationspreis für nachhaltige Oberflächenlösung
Das Fürther Unternehmen LEONHARD KURZ ist mit dem German Innovation Award 2026 in der Kategorie „Excellence in Business to Business – Materials & Surfaces“ ausgezeichnet worden. Prämiert wurde die Entwicklung „NFPP – Natural Fiber Decorations for Sustainable Surfaces“, mit der KURZ neue Ansätze für nachhaltige und designorientierte Oberflächenlösungen verfolgt. Im Mittelpunkt steht dabei die gezielte Veredelung von Naturfaserverbundstoffen. Mit einer speziell entwickelten Oberflächenstruktur auf Polypropylen-Basis können natürliche Fasern sichtbar gemacht und als bewusstes Designelement eingesetzt werden. Dadurch entstehen Oberflächen mit organischer Optik und besonderer Tiefenwirkung. Gleichzeitig ermöglicht die Technologie unterschiedliche Gestaltungsvarianten – von einfarbigen Designs bis hin zu Mustern und mehrfarbigen Farbverläufen.
Neben den gestalterischen Möglichkeiten hebt KURZ auch die technischen und nachhaltigen Vorteile hervor. Die Bauteile seien bis zu 40 Prozent leichter als vergleichbare Kunststofflösungen und verfügten gleichzeitig über hohe Stabilität. Durch den Einsatz von Polypropylen bleibe die Materialstruktur zudem recyclingfähig. Entwickelt wurde die Lösung gemeinsam mit den Partnern Polyvlies und FRIMO, um einen stabilen und industriell skalierbaren Produktionsprozess zu ermöglichen. Einsatzmöglichkeiten sieht KURZ nicht nur in der Automobilindustrie, sondern auch im Möbel- und Interiorbereich. Mit der Auszeichnung unterstreicht das Unternehmen seine Rolle als Innovationsführer für funktionale und dekorative Oberflächen.
Jahresempfang des IHK-Netzwerks „Frauen Unternehmen Wirtschaft“ diskutiert Rollenbilder
Beim Jahresempfang des IHK-Netzwerks „Frauen Unternehmen Wirtschaft“ haben sich Vertreterinnen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit aktuellen Entwicklungen rund um traditionelle Rollenbilder und deren Auswirkungen auf Frauen im Berufsleben beschäftigt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand unter anderem der Social-Media-Trend der sogenannten „Tradwives“. Die Veranstaltung fand bereits zum sechsten Mal statt und bot Raum für Austausch zwischen Unternehmerinnen, Führungskräften, Gründerinnen sowie Vertreterinnen aus Wissenschaft und Netzwerken. In ihrer Keynote mit dem Titel „Die Sehnsucht nach dem Heimchen am Herd“ sprach Dr. Silke Borgstedt, Geschäftsführerin des SINUS-Instituts, über die Rückkehr traditioneller Rollenbilder und deren zunehmende Anziehungskraft in gesellschaftlich unsicheren Zeiten.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass gleichberechtigte Teilhabe am Arbeits- und Wirtschaftsleben weiterhin verlässliche Strukturen und gesellschaftliche Sichtbarkeit benötigt. Dabei ging es unter anderem um die Bedeutung von Kinderbetreuung und die Frage, ob diese als Kostenfaktor oder als Investition in die Zukunft verstanden werde. Das Netzwerk „Frauen Unternehmen Wirtschaft“ verfolgt das Ziel, Frauen in der regionalen Wirtschaft stärker zu vernetzen, Vorbilder sichtbar zu machen und den offenen Erfahrungsaustausch zu fördern.
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Einen guten Start in die Woche wünscht
Constantin Kaindl
Herausgeber
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